Der September ist für Samsung traditionell ein dichter Monat: In Berlin läuft die IFA, gleichzeitig laufen neue Produktprogramme, Rabattaktionen und Sicherheits-Updates an. In den vergangenen Tagen hat der Konzern gleich mehrere Themen parallel gespielt – von einer neuen KI-Erzählung über das gesamte Geräte-Ökosystem bis zu generalüberholten Flaggschiff-Smartphones. Dazu kommen Warnungen des BSI zu mehreren Schwachstellen in Samsungs Android-Systemen.
Wir ordnen die wichtigsten Meldungen ein: Was steckt hinter Samsungs "Companion to AI Living", was bringt das Certified-Re-Newed-Programm für die Galaxy-S26-Serie, wie ernst sind die aktuellen Sicherheitslücken zu nehmen und welche Aktionen bei TVs und Wearables gerade laufen. Alle Angaben stammen aus den Pressemitteilungen von Samsung sowie aus Meldungen von heise, Golem und dem BSI – eigene Tests liegen der Redaktion nicht vor.
KI als unauffälliger Begleiter: Samsungs IFA-Erzählung
Auf der Ausstellung Samsung Connect im Humboldt Carré stellte Samsung zur IFA 2026 die Vision "Your Companion to AI Living" in den Mittelpunkt. Der Grundgedanke: Künstliche Intelligenz soll sich möglichst unauffällig in den Alltag einfügen, Vorlieben verstehen und Aufgaben erleichtern, ohne sich in den Vordergrund zu drängen. Das ist zunächst eine Positionierung – interessant wird sie dort, wo Samsung konkrete Funktionen über Produktkategorien hinweg verbindet.
Beim Fernseher zeigt sich das am deutlichsten. Samsung-TVs optimieren Inhalte mit geringerer Auflösung und passen den Klang so an, dass Dialoge klarer verständlich werden. Der Vision AI Companion geht laut Hersteller weiter: Er lernt aus dem Sehverhalten, schlägt passende Inhalte vor und bündelt verschiedene KI-Dienste an einem Ort – konkret nennt Samsung Bixby, Gemini, Perplexity und Copilot. Über natürliche Sprache lassen sich damit Inhalte suchen oder Hintergrundinformationen abrufen, ohne die laufende Sendung zu unterbrechen. Die Funktion ist über eine AI-Taste auf bestimmten Bluetooth-Fernbedienungen erreichbar oder über langes Drücken der Home-Taste.

Im Smart Home setzt Samsung auf SmartThings als Klammer. Vernetzte Geräte teilen Informationen untereinander, sodass etwa eine Benachrichtigung über fertige Wäsche auf Fernseher, Smartphone oder Smartwatch erscheinen kann. In der Küche kombiniert die aktuelle Family-Hub-Serie Kameraerkennung mit Rezeptvorschlägen: Dank AI Vision Inside erkennt der Kühlschrank laut Samsung eine Auswahl an Lebensmitteln und schlägt darauf aufbauend Gerichte vor. Die Angabe ist mit Vorsicht zu lesen – Stand Januar 2025 erkennt das System 37 Lebensmittel wie frisches Obst und Gemüse, und verdeckte oder in Fächern gelagerte Ware wird als "unbekannt" gelistet.
Bei mobilen Geräten führt Samsung die Funktion My FanCam auf dem neuen Galaxy S26 FE an. Sie verfolgt ein Motiv automatisch, wählt passende Bildausschnitte und bereitet Inhalte für soziale Netzwerke auf. Sprachbefehle unterstützt Samsung nach eigenen Angaben unter anderem auf Deutsch, Englisch, Französisch, Spanisch, Portugiesisch, Italienisch und Koreanisch, wobei nicht alle Akzente und Dialekte erkannt werden. Für sämtliche dieser KI-Funktionen gilt der übliche Hinweis: Die Genauigkeit der Ergebnisse ist nicht garantiert, und Verfügbarkeit sowie Umfang hängen von Region, Modell und Nutzungsbedingungen ab.
Certified Re-Newed: die Galaxy-S26-Serie generalüberholt
Deutlich handfester ist die zweite Neuigkeit. Samsung nimmt die aktuelle Galaxy-S26-Serie in sein Certified-Re-Newed-Programm (kurz CRN) auf. Ab sofort gibt es Galaxy S26, Galaxy S26+ und Galaxy S26 Ultra als generalüberholte Geräte exklusiv über Samsung.com. Das ist bemerkenswert, weil eine so aktuelle Flaggschiff-Reihe selten kurz nach dem Marktstart als offiziell aufbereitetes Gerät angeboten wird.
Das Versprechen dahinter unterscheidet sich klar von anonymer Gebrauchtware. Jedes CRN-Gerät durchläuft laut Samsung einen zertifizierten Prüf- und Aufbereitungsprozess mit gründlicher Reinigung und mehr als 100 Qualitäts- und Funktionstests. Defekte Komponenten werden bei Bedarf durch Samsung-Originalteile ersetzt – genannt werden unter anderem Display, Kamera, Lautsprecher, Sensoren, NFC und Antenne. Die Aufbereitung erfolgt durch zertifizierte Techniker in einem autorisierten Servicecenter, jedes Gerät wird zurückgesetzt, um persönliche Daten des Vorbesitzers vollständig zu löschen, und auf den neuesten Softwarestand gebracht. Auch der verbaute Akku ist Samsung-zertifiziert.

Entscheidend für den Alltag: Samsung gewährt auf die generalüberholten Geräte dieselbe zweijährige Herstellergarantie wie auf Neuware. Zusätzlich sind für alle Modelle der Galaxy-S26-Serie sieben Generationen an Betriebssystem-Upgrades und Sicherheitsupdates vorgesehen – wer ein CRN-Gerät kauft, steht bei der Software-Versorgung damit nicht schlechter da als ein Neukäufer. Die Geräte gelten als neuwertig, können aber leichte äußere Gebrauchsspuren aufweisen, die Funktion und Leistung nach Herstellerangaben nicht beeinträchtigen.
Eine Besonderheit bleibt dem Topmodell vorbehalten: Das Galaxy S26 Ultra besitzt ein integriertes Privacy Display, das die Sichtbarkeit des Bildschirminhalts für Umstehende einschränken kann. Samsung stellt ausdrücklich klar, dass es sich dabei um eine reine Display-Funktion handelt, die manuell in den Einstellungen aktiviert wird und nicht KI-gesteuert ist. Preise, Farben, Speichervarianten und Aktionsangebote können bei den CRN-Geräten variieren; verfügbar sind sie über samsung.com/de/certified-re-newed.
Sicherheits-Updates: BSI warnt vor mehreren Schwachstellen
Weniger werbewirksam, aber sicherheitsrelevant: Samsung verteilt neue Patches für Galaxy-Smartphones. Das BSI hat dazu ein Advisory veröffentlicht und stuft die Lage mit der Bewertung "hoch" ein. In Samsungs Android bestehen demnach mehrere Schwachstellen, über die ein Angreifer im Extremfall Code ausführen kann – teils sogar mit Root-Rechten.
Laut BSI reichen die möglichen Folgen weit: von erweiterten Zugriffsrechten über das Umgehen von Sicherheitsmaßnahmen bis zum Offenlegen vertraulicher Informationen, dem Manipulieren von Daten oder einem Denial-of-Service-Zustand, also einem Systemabsturz. Wichtig zur Einordnung: Ein Teil dieser Lücken lässt sich nur unter bestimmten Voraussetzungen ausnutzen – etwa mit einer bestimmten Berechtigungsstufe, lokalem oder physischem Zugriff, Nutzerinteraktion oder speziellen Bedingungen. Das mindert das Risiko, hebt es aber nicht auf.
Wie heise online berichtet, verteilt Samsung im September entsprechende Patches für Galaxy-Geräte. Für dich bedeutet das vor allem eines: Das Update zeitnah installieren, sobald es auf deinem Modell angeboten wird. Sicherheits-Updates gehören zu den wirksamsten und zugleich am leichtesten umzusetzenden Schutzmaßnahmen überhaupt – und genau hier zahlt die lange Update-Garantie der aktuellen Galaxy-Reihen auf ältere Geräte ein.
Galaxy Watch Ultra 2025 auf neuem Tiefstpreis
Neben Software und Smartphones ist auch Samsungs Wearable-Sparte im Gespräch. Golem meldet für die Galaxy Watch Ultra 2025 einen neuen Amazon-Bestpreis von 299 Euro – ein Rabatt von 25 Prozent gegenüber der UVP von 399 Euro und rund ein Viertel unter dem Durchschnittspreis der vergangenen 90 Tage, der bei 393,53 Euro lag. Das Modell wird dort mit 4,6 von 5 Sternen bei 359 Bewertungen geführt.
Die Ausstattung zielt klar auf Outdoor-Einsatz. Das 47-Millimeter-Gehäuse besteht aus Titan, ist nach dem Militärstandard MIL-STD-810H zertifiziert und mit kratzfestem Saphirglas geschützt. Zur Orientierung abseits befestigter Wege setzt Samsung auf Dual-Frequenz-GPS (L1 und L5), das laut Testberichten präziser aufzeichnet als einfachere GPS-Lösungen. Der Akku soll bis zu 100 Stunden im Energiesparmodus durchhalten, im Energiespar-Trainingsmodus bis zu 48 Stunden. Dazu kommen 64 GByte Speicher und LTE- beziehungsweise eSIM-Unterstützung.
Für Sicherheit im Gelände sorgen mehrere Funktionen: Die Uhr erkennt Stürze automatisch und kann eigenständig einen Notruf absetzen. Ein seitlicher Schnellbutton löst nach fünf Sekunden Druck einen 86-Dezibel-Signalton aus, der laut Hersteller aus bis zu 180 Metern hörbar bleibt. Mit 10 ATM ist die Uhr wasserdicht und eignet sich zum Schwimmen und Schnorcheln – fürs Gerätetauchen verweist Golem allerdings auf speziell zertifizierte Modelle. Für Kunden mit Wohnsitz in Deutschland gilt eine auf drei Jahre verlängerte Herstellergarantie.
Als Alternative ohne Outdoor-Fokus nennt Golem die Galaxy Watch8 Classic, die zeitweise für 329 statt 429,99 Euro zu haben war. Sie setzt statt Titan auf eine drehbare Lünette, bringt Google Gemini als Sprachassistenten ans Handgelenk und bietet Schlaf- sowie Fitness-Coaching. Bei solchen Deals gilt wie immer: Preise und Verfügbarkeit ändern sich schnell, ein Blick auf die Preisentwicklung lohnt sich vor dem Kauf.
Lifestyle Weeks: Cashback für TVs, Projektoren und Speaker
Parallel zur IFA hat Samsung eine Aktion für Home Entertainment gestartet. Die "Lifestyle Weeks" laufen vom 1. bis zum 27. September 2026 und bieten beim Kauf ausgewählter Lifestyle-TVs, Projektoren und Music-Studio-WiFi-Lautsprecher bis zu 350 Euro Cashback. Kombinierbar ist das Ganze mit der Aktion "Made for Germany", über die es modellabhängig bis zu zwölf Monate kostenlosen Streaming-Content von Partnern wie RTL+, Joyn, ARD Plus und Waipu.tv Perfect Plus mit Disney+ gibt.
Im Zentrum stehen die designorientierten Geräte. The Frame und The Frame Pro sollen sich mit ihrem an Bilderrahmen angelehnten Profil ins Interieur einfügen; im ausgeschalteten Zustand zeigt der Art Mode statt eines schwarzen Bildschirms ein Kunstwerk oder ein persönliches Foto. Über den Art Store nennt Samsung Zugriff auf mehr als 5.000 Werke. The Frame Pro überträgt zudem über eine Wireless One Connect Box, sodass angeschlossene Geräte bis zu zehn Meter entfernt stehen können.
Beim Audio erweitert Samsung sein Line-up um die WiFi-Lautsprecher Music Studio 5 und Music Studio 7, entworfen vom französischen Designer Erwan Bouroullec. Music Studio 7 ist das Topmodell mit 3.1.1-Kanal-Raumklang, Music Studio 5 liefert Stereoklang über 4-Zoll-Woofer und zwei Hochtöner. Über die Funktion Q-Symphony lassen sich bis zu fünf Lautsprecher mit den TV-Lautsprechern synchronisieren. Ergänzt wird das Sortiment durch den Projektor Freestyle+ mit 180-Grad-Design und den portablen 27-Zoll-Smart-TV Movingstyle auf rollbarem Bodenständer.
Wer teilnehmen will, muss ein paar formale Hürden beachten: Das Aktionsgerät muss bis spätestens 11. Oktober 2026 unter samsung.de/lifestyleweeks registriert werden, inklusive Kaufbeleg und einem Foto des am Gerät angebrachten Typenschilds. Der Cashback wird in der Regel innerhalb von 45 Werktagen überwiesen. Pro Haushalt sind maximal zwei Aktionsgeräte je Produktgruppe möglich, und das Streaming-Angebot "Made for Germany" wird separat aktiviert.
Was bedeutet das für dich?
Die Meldungen wirken auf den ersten Blick unzusammenhängend, ergeben in Summe aber ein klares Bild: Samsung verzahnt Software, Ökosystem und Angebotspolitik enger. Konkret heißt das:
- Sicherheits-Update sofort einspielen: Prüfe unter Einstellungen → Software-Update, ob der September-Patch für dein Galaxy bereitsteht, und installiere ihn zeitnah. Das BSI stuft die Lücken als hoch ein.
- Refurbished als Alternative prüfen: Wenn du ein aktuelles Flaggschiff willst, aber nicht den Neupreis zahlen möchtest, lohnt ein Blick auf die Certified-Re-Newed-Galaxy-S26-Modelle – mit Originalteilen, zwei Jahren Garantie und sieben Generationen Software-Updates.
- Bei Deals die Preishistorie checken: Der Watch-Ultra-Preis von 299 Euro ist laut Golem ein Bestwert. Vergleiche vor dem Kauf mit dem 90-Tage-Durchschnitt, um echte Rabatte von Schein-Angeboten zu trennen.
- Cashback-Fristen einhalten: Wer TV, Projektor oder Speaker aus der Lifestyle-Aktion kauft, muss bis zum 11. Oktober 2026 registrieren – ein Nachreichen der Angaben ist nicht möglich.
- KI-Funktionen realistisch einschätzen: Features wie die Lebensmittelerkennung im Kühlschrank oder My FanCam sind Hilfsmittel, keine Garantien. Samsung selbst weist darauf hin, dass die Genauigkeit nicht zugesichert ist.
Häufige Fragen
Was ist Samsung Certified Re-Newed genau?
Certified Re-Newed ist Samsungs eigenes Programm für generalüberholte Smartphones. Jedes Gerät durchläuft laut Hersteller mehr als 100 Qualitäts- und Funktionstests, wird gereinigt, zurückgesetzt und auf den neuesten Softwarestand gebracht. Defekte Teile werden durch Samsung-Originalteile ersetzt, der Akku ist zertifiziert, und es gilt dieselbe zweijährige Herstellergarantie wie bei Neugeräten. Die Galaxy-S26-Serie ist ab sofort über Samsung.com verfügbar.
Wie gefährlich sind die aktuellen Samsung-Sicherheitslücken?
Das BSI bewertet die Schwachstellen als "hoch". Im Extremfall kann ein Angreifer Code ausführen, teils mit Root-Rechten, Sicherheitsmaßnahmen umgehen oder Daten abgreifen. Allerdings erfordern einige Lücken bestimmte Bedingungen wie lokalen oder physischen Zugriff, eine Berechtigungsstufe oder Nutzerinteraktion. Das aktuelle September-Update schließt die Lücken – es sollte umgehend installiert werden.
Bekommen die generalüberholten S26-Geräte auch Software-Updates?
Ja. Für alle Modelle der Galaxy-S26-Serie sind sieben Generationen an Betriebssystem-Upgrades und Sicherheitsupdates vorgesehen. Diese Versorgung gilt unabhängig davon, ob das Gerät neu oder als Certified-Re-Newed-Modell gekauft wurde.
Lohnt sich die Galaxy Watch Ultra 2025 zum aktuellen Preis?
Laut Golem ist der Preis von 299 Euro ein neuer Amazon-Bestwert und liegt fast ein Viertel unter dem 90-Tage-Durchschnitt. Für Outdoor-Nutzer bringt die Uhr Titan-Gehäuse, Dual-Frequenz-GPS, Sturzerkennung, SOS-Signalton und bis zu 100 Stunden Akkulaufzeit mit. Ob sich der Kauf lohnt, hängt vom Einsatzzweck ab – für rein alltägliche Nutzung ohne robuste Anforderungen genügt oft ein günstigeres Modell wie die Watch8 Classic.
Wie funktioniert der Cashback bei den Lifestyle Weeks?
Beim Kauf eines Aktionsgeräts zwischen dem 1. und 27. September 2026 gibt es einen modellabhängigen Cashback von bis zu 350 Euro. Dafür musst du das Gerät bis spätestens 11. Oktober 2026 unter samsung.de/lifestyleweeks registrieren – mit Kaufbeleg und Foto des Typenschilds. Die Auszahlung erfolgt in der Regel innerhalb von 45 Werktagen. Pro Haushalt sind maximal zwei Geräte je Produktgruppe erlaubt.




