Analyse

Wie lange bekommt mein Android-Handy Updates? Samsung, Pixel, Xiaomi & Co. im Vergleich

Wie lange dein Android-Handy Updates bekommt – Samsung, Google Pixel, Xiaomi, OnePlus, Nothing und Fairphone im Vergleich, plus Sofort-Check, der Unterschied zwischen OS- und Sicherheitsupdate und was zu tun ist, wenn Schluss ist.

Veröffentlicht 29. August 2026Von Martin Frost17 Min. Lesezeit
Wie lange bekommt mein Android-Handy Updates? Samsung, Pixel, Xiaomi & Co. im Vergleich

Wie lange ist dein Android-Handy eigentlich noch sicher – und wann wird es Zeit für ein neues? Die Antwort hängt fast nur an einer Zahl: wie lange der Hersteller Updates liefert. Und die Unterschiede sind gewaltig. Ein aktuelles Google Pixel oder Samsung-Flaggschiff bekommt heute sieben Jahre lang neue Android-Versionen und Sicherheitspatches, ein Fairphone sogar acht. Ein billiges Einsteigergerät ist dagegen oft schon nach zwei Jahren abgeschnitten. Dieser Leitfaden zeigt dir, wie lange dein Modell versorgt wird, wie du den Status in 30 Sekunden selbst prüfst, was die verschiedenen Update-Arten bedeuten – und was zu tun ist, wenn Schluss ist.

Stand: August 2026 · aktuelle Android-Version ist Android 17.

Sofort-Check: Wird dein Handy noch versorgt?

Zwei Blicke in die Einstellungen verraten dir, wo du stehst:

  • Läuft noch etwas rein? Öffne Einstellungen › Softwareupdate › Herunterladen und installieren (bei Samsung heißt der Punkt genauso; bei Pixel „System › Softwareupdate"). Kommt hier länger nichts mehr, ist das ein Warnzeichen.
  • Wie alt ist dein Sicherheitsstand? Unter Einstellungen › Telefoninfo › Softwareinformationen › Android-Sicherheitspatch-Ebene steht ein Datum. Liegt es mehr als zwei bis drei Monate zurück, hinkt dein Gerät hinterher – oder wird gar nicht mehr versorgt.

Ist das Patch-Datum viele Monate alt und kommen keine Updates mehr, bist du sicherheitstechnisch auf Sand gebaut. Wie schlimm das ist und was du dann tun kannst, klären wir weiter unten – zuerst der große Überblick.

So findest du den Update-Status – je nach Hersteller

Die Menüpunkte heißen bei jeder Marke etwas anders. Hier die Wege zu den beiden entscheidenden Angaben – „gibt es ein Update?" und „wie aktuell ist mein Sicherheitsstand?":

HerstellerUpdate suchenSicherheitsstand prüfen
Samsung (One UI)Einstellungen › Softwareupdate › Herunterladen und installierenEinstellungen › Telefoninfo › Softwareinformationen
Google PixelEinstellungen › System › Softwareupdate › SicherheitsupdateEinstellungen › Über das Telefon › Android-Sicherheitsupdate
Xiaomi / Redmi / POCOEinstellungen › Über das Telefon › HyperOS-Version (antippen)Einstellungen › Über das Telefon › Android-Sicherheitsupdate
OnePlus (OxygenOS)Einstellungen › Über das Gerät › Aktuelle VersionEinstellungen › Über das Gerät › Android-Version
NothingEinstellungen › System › SystemaktualisierungEinstellungen › Über das Telefon › Android-Version
MotorolaEinstellungen › System › SystemupdatesEinstellungen › Über das Telefon › Android-Version
Die Pfade unterscheiden sich leicht je nach Android- und Oberflächen-Version, die Reihenfolge ist aber überall ähnlich.

Der wichtigste Wert ist immer die Android-Sicherheitspatch-Ebene: ein Datum wie „1. Juli 2026". Es sagt dir, gegen welchen Stand bekannter Lücken dein Gerät geschützt ist. Ist es älter als etwa drei Monate, läuft etwas nicht rund – entweder hast du ein Update übersehen, dein Modell ist auf den Quartalsrhythmus umgestellt, oder der Support ist ausgelaufen.

Update-Garantie im Vergleich: Fairphone 8 Jahre, Pixel und Samsung-Premium 7 Jahre, Xiaomi/OnePlus 4 OS/6 Sicherheit, Budget 2/3
Die Update-Garantien der aktuellen Modelle im Vergleich – kräftig die OS-Update-Jahre, blass die Sicherheitsjahre. Die rote Linie markiert den EU-Mindeststandard.

Die große Update-Tabelle: Hersteller für Hersteller

So lange versorgen die wichtigsten Hersteller ihre aktuellen Modelle. Die Angaben zählen ab Marktstart; ältere Geräte derselben Reihe haben kürzere Zeiträume.

26 Modellreihen

ModellMarktstartUpdatesStatusEinordnung
Galaxy S25 · S25+ · S25 UltraSamsung20257 Jahre OS · 7 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2032Bekommt noch OS-UpdatesVolle Versorgung mit OS- und Sicherheitsupdates bis voraussichtlich 2032.
Galaxy S24 · S24+ · S24 UltraSamsung20247 Jahre OS · 7 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2031Bekommt noch OS-UpdatesErstes Samsung-Modell mit der 7-Jahre-Zusage – versorgt bis voraussichtlich 2031.
Galaxy Z Fold 6 · Z Flip 6 (und neuer)Samsung20247 Jahre OS · 7 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2031Bekommt noch OS-UpdatesFaltbare Premium-Reihe mit derselben 7-Jahre-Zusage wie die S-Serie.
Galaxy A56 (aktuelle A-Reihe)Samsung20256 Jahre OS · 6 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2031Bekommt noch OS-UpdatesMittelklasse mit ungewöhnlich langem Support – nah an der Premium-Reihe.
Galaxy S23 · S23+ · S23 UltraSamsung20234 Jahre OS · 5 Jahre SicherheitSicherheit bis 2028Bekommt noch OS-UpdatesLetztes großes OS-Update Anfang 2027, danach Sicherheitsupdates bis Anfang 2028.
Galaxy Z Fold 5 · Z Flip 5Samsung20234 Jahre OS · 5 Jahre SicherheitSicherheit bis 2028Bekommt noch OS-UpdatesNoch ein großes Update zu erwarten, Sicherheitsupdates bis 2028.
Galaxy A54Samsung20234 Jahre OS · 5 Jahre SicherheitSicherheit bis 2028Bekommt noch OS-UpdatesSolide versorgte Mittelklasse der älteren Politik.
Galaxy S22 · S22+ · S22 UltraSamsung20224 Jahre OS · 5 Jahre SicherheitSicherheit bis 2027Nur noch SicherheitOS-Updates ausgelaufen; im letzten Jahr nur noch quartalsweise Sicherheitspatches.
Galaxy S21 · S21+ · S21 UltraSamsung20214 Jahre OS · 5 Jahre SicherheitSicherheit bis 2026Support beendetSeit Mitte 2026 aus dem regulären Update-Programm – keine Patches mehr.
Galaxy S20-Reihe und älterSamsung2020 und früher3 Jahre OS · 4 Jahre SicherheitSicherheit bis 2024Support beendetSupport ausgelaufen – nur noch mit Vorsichtsmaßnahmen nutzen.
Pixel 10 · 10 ProGoogle20257 Jahre OS · 7 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2032Bekommt noch OS-UpdatesNeue Android-Versionen zuerst, dazu vierteljährliche Feature Drops bis ~2032.
Pixel 9 · 9 Pro · 9 Pro XLGoogle20247 Jahre OS · 7 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2031Bekommt noch OS-UpdatesVolle Versorgung bis voraussichtlich 2031.
Pixel 8 · 8 Pro · 8aGoogle20237 Jahre OS · 7 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2030Bekommt noch OS-UpdatesErstes Pixel mit 7-Jahre-Zusage – der Wendepunkt für Android-Updates.
Pixel 7 · 7 Pro · 7aGoogle20223 Jahre OS · 5 Jahre SicherheitSicherheit bis 2027Nur noch SicherheitGroße OS-Updates beendet; Sicherheitspatches noch bis 2027.
Pixel 6 · 6 Pro · 6aGoogle20213 Jahre OS · 5 Jahre SicherheitSicherheit bis 2026Nur noch SicherheitSicherheitsupdates laufen 2026 aus – Wechsel jetzt einplanen.
Pixel 5 und älterGoogle2020 und früher3 Jahre OS · 3 Jahre SicherheitSicherheit bis 2023Support beendetSupport ausgelaufen.
Fairphone 6Fairphone20257 Upgrades OS · 8 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2033Bekommt noch OS-UpdatesLängster Support am Markt: sieben Android-Upgrades, Sicherheitspatches bis 2033.
Fairphone 5Fairphone20235 Upgrades OS · 8 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2031Bekommt noch OS-UpdatesFünf Android-Upgrades, danach Sicherheitspatches bis 2031 – ungewöhnlich für diese Klasse.
Xiaomi 15 (Flaggschiff)Xiaomi20254 Jahre OS · 6 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2031Bekommt noch OS-UpdatesHyperOS-Updates bis ~2029, Sicherheitspatches darüber hinaus.
Xiaomi 14 (Flaggschiff)Xiaomi20244 Jahre OS · 6 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2030Bekommt noch OS-UpdatesNoch mehrere Jahre versorgt.
Redmi Note (aktuelle Mittelklasse)Xiaomi20252–3 Jahre OS · 4–5 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2030Bekommt noch OS-UpdatesDeutlich kürzer als die Flaggschiffe – vor dem Kauf die konkrete Zusage prüfen.
OnePlus 13 (Flaggschiff)OnePlus20254 Jahre OS · 6 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2031Bekommt noch OS-UpdatesOxygenOS-Updates bis ~2029, Sicherheit länger.
OnePlus 12OnePlus20244 Jahre OS · 6 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2030Bekommt noch OS-UpdatesSolide versorgt bis Ende des Jahrzehnts.
Nothing Phone (3a)Nothing20253 Jahre OS · 6 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2031Bekommt noch OS-UpdatesDrei große Android-Sprünge, danach noch Jahre an Sicherheitspatches.
Motorola Edge (aktuelles Flaggschiff)Motorola2025~3 Jahre OS · ~5 Jahre SicherheitSicherheit bis ~2030Bekommt noch OS-UpdatesModellabhängig – Motorola kommuniziert die Zeiträume je Gerät unterschiedlich.
Moto G (Budget-Reihe)Motorolalaufend1–2 Jahre OS · 2–3 Jahre SicherheitSicherheit bis modellabhängigBekommt noch OS-UpdatesKürzester Support im Feld – neue Geräte müssen aber das EU-Minimum erfüllen.
Bekommt noch neue Android-Versionen Nur noch Sicherheitsupdates Support beendet

Angaben ab Marktstart des Modells nach Herstellerzusagen, Stand August 2026. Regionale Abweichungen und Provider-Varianten sind möglich – im Zweifel auf der Hersteller-Seite zum konkreten Gerät nachsehen.

Die Hersteller im Detail

Hinter den nackten Zahlen steckt bei jeder Marke eine eigene Update-Kultur. Ein genauerer Blick:

  • Google Pixel ist der Maßstab: Ab dem Pixel 8 gibt es sieben Jahre volle Updates, und da Google Android selbst entwickelt, kommen neue Versionen hier zuerst an – dazu die vierteljährlichen „Feature Drops" mit neuen Funktionen. Ältere Pixel (6/7) haben noch die kürzere Politik mit drei OS- und fünf Sicherheitsjahren.
  • Samsung hat mit dem Galaxy S24 auf sieben Jahre umgestellt – für die S- und Z-Premium-Reihe sowie Teile der Tablets. Beeindruckend ist, wie schnell Samsung große Versionen inzwischen ausliefert. Ältere S-Modelle (S22/S23) laufen mit vier OS- und fünf Sicherheitsjahren aus, oft zuletzt nur noch im Quartalsrhythmus. Sogar die Mittelklasse (A-Reihe) hat mit teils sechs Jahren stark aufgeholt.
  • Fairphone spielt in einer eigenen Liga: Das Fairphone 6 zielt auf rund acht Jahre Support – kombiniert mit Reparierbarkeit und Nachhaltigkeit ist es das langlebigste Android-Gerät am Markt.
  • Xiaomi (mit Redmi und POCO) gibt seinen Flaggschiffen vier OS- und sechs Sicherheitsjahre über HyperOS; Mittelklasse und Budget deutlich weniger. Bei der riesigen Modellpalette lohnt der Blick aufs konkrete Gerät.
  • OnePlus liefert bei aktuellen Flaggschiffen vier OS- und sechs Sicherheitsjahre. Die Marke hatte die langen Zusagen der Konkurrenz zunächst als übertrieben kritisiert, inzwischen aber selbst nachgezogen.
  • Nothing als junge Marke gibt drei OS- und sechs Sicherheitsjahre – solide, wenn auch nicht an der Spitze.
  • Motorola ist am unbeständigsten: Einzelne Edge-Flaggschiffe bekommen mehrere Jahre, viele Moto-G-Budgetgeräte dagegen nur das Nötigste. Hier besonders genau auf die Zusage schauen.

Modell für Modell: Bekommt dein Handy Android 17?

Zeitstrahl: von welchem Jahr bis zu welchem Jahr aktuelle Android-Modelle Updates bekommen
Der Support-Zeitstrahl: kräftig die Jahre mit neuen Android-Versionen, blass die reinen Sicherheitsjahre. Die gestrichelte Linie markiert heute.

Die große Jahresversion 2026 ist Android 17. Ob dein Gerät sie bekommt, hängt an der Update-Garantie oben. Grobe Orientierung: Alle aktuellen Pixel ab dem Pixel 8 und die Samsung-Galaxy-Modelle ab der S22-Reihe sind dabei, ebenso die aktuellen Flaggschiffe von Xiaomi, OnePlus und Nothing. Ältere Mittelklasse- und Budget-Geräte, die schon drei oder vier Jahre auf dem Buckel haben, gehen dagegen häufig leer aus – selbst wenn sie technisch noch flott sind. Im Zweifel gilt: Steht dein Modell in der Tabelle oben noch innerhalb seines OS-Update-Zeitraums, kommt Android 17; ist der Zeitraum abgelaufen, bleibt es bei der letzten Version (mit etwas Glück noch mit Sicherheitspatches).

OS-Update, Sicherheitsupdate, Feature-Drop – was ist der Unterschied?

„Update" ist nicht gleich „Update". Drei Arten solltest du auseinanderhalten, denn sie sind unterschiedlich wichtig:

Drei Arten von Updates: OS-Update (neue Android-Version), Sicherheitsupdate (Patch), Feature-Drop / One UI
OS-Update, Sicherheitsupdate und Feature-Drop im Vergleich – fürs sichere Weiternutzen zählt vor allem das mittlere.

Das OS-Update ist der große Jahres-Sprung auf eine neue Android-Version (etwa von Android 16 auf 17). Es bringt neue Funktionen und oft ein neues Design – ist aber seltener und für die Sicherheit weniger entscheidend, als viele denken. Das Sicherheitsupdate ist der monatliche (später quartalsweise) Patch, der frisch entdeckte Lücken stopft. Dieser Patch ist das, worauf es beim Weiternutzen ankommt. Der Feature-Drop schließlich ist ein Hersteller-Extra – Samsungs One UI-Zusätze oder Googles Pixel Feature Drops – und variiert stark je nach Marke.

Warum bekommt ein Handy Updates und das andere nicht?

Anders als bei Apple, wo ein Hersteller Hardware und Software kontrolliert, ist die Android-Welt zersplittert. Mehrere Faktoren entscheiden, wie lange dein Gerät versorgt wird:

  • Der Hersteller-Aufwand. Jede Android-Version muss an die eigene Oberfläche (One UI, HyperOS, OxygenOS) angepasst und getestet werden. Das kostet Geld – teure Flaggschiffe rechtfertigen mehr Pflege als Billiggeräte.
  • Der Chip-Support. Der Prozessorhersteller (meist Qualcomm oder MediaTek) muss den Chip über Jahre mit Treibern unterstützen. Google und Samsung haben hier eigene Vereinbarungen ausgehandelt, um die 7 Jahre überhaupt möglich zu machen.
  • Die Modell-Klasse. Innerhalb einer Marke bekommen Flaggschiffe fast immer länger Updates als Mittelklasse- und Budget-Geräte.

Warum Android-Updates früher so schlecht waren – und was sich geändert hat

Wer vor zehn Jahren ein Android-Handy hatte, kennt das Elend: zwei große Updates, wenn man Glück hatte, danach Funkstille. Dass heute sieben Jahre möglich sind, liegt an mehreren technischen Weichenstellungen, die kaum jemand mitbekommen hat:

  • Project Treble (ab Android 8). Google trennte das eigentliche Android von den herstellerspezifischen Hardware-Treibern. Vorher musste bei jeder neuen Version praktisch alles neu gebaut werden; seither lässt sich der Android-Unterbau tauschen, ohne die komplette Treiberschicht anzufassen. Das senkte den Aufwand pro Update drastisch.
  • Project Mainline (ab Android 10). Zentrale Systemmodule – etwa für Mediendateien oder Netzwerkfunktionen – werden seither direkt über den Play Store aktualisiert, ohne komplettes Systemupdate. Damit kann Google kritische Lücken flicken, selbst wenn der Hersteller träge ist.
  • Längerer Chip-Support. Google und Samsung haben mit den Chip-Herstellern (vor allem Qualcomm) längere Treiber-Zusagen ausgehandelt. Ohne die wären sieben Jahre technisch gar nicht darstellbar, denn ohne Treiber läuft auch das schönste Android nicht.
  • Regulierungsdruck und Wettbewerb. Die EU-Vorgaben und das Wettrennen zwischen Google, Samsung und Fairphone haben aus einem Kostenfaktor ein Verkaufsargument gemacht.

Für dich heißt das: Die alte Faustregel „Android-Handys sind nach zwei Jahren tot" ist überholt – aber nur für Geräte, die von den neuen Zusagen profitieren. Ein Billig-Handy von vor vier Jahren hat davon nichts.

Warum das Update bei dir oft später ankommt

Ein Ärgernis, das viele von Android kennen: Google veröffentlicht die neue Version – und auf dem eigenen Handy passiert wochen- oder monatelang nichts. Der Grund ist die Kette dahinter. Nach Googles Start muss jeder Hersteller die Version erst an seine Oberfläche (One UI, HyperOS, OxygenOS) anpassen, mit den Chip-Treibern zusammenbringen und ausgiebig testen. Erst dann beginnt die Verteilung – und die läuft in Rollout-Wellen: gestaffelt nach Modell, Region und Netzbetreiber, damit Fehler früh auffallen, bevor alle betroffen sind.

Für dich heißt das: Etwas Geduld ist normal, und es lohnt sich, nicht ständig auf den Update-Knopf zu drücken. Pixel-Geräte bekommen die neue Version meist als Erste (Google baut Android selbst), Samsung folgt oft erstaunlich schnell, andere Hersteller später. Wenn du gar nicht warten willst: Über Einstellungen › Softwareupdate kannst du manuell prüfen, ob deine Welle schon dran ist.

Android-Versionen auf einen Blick

Zur Einordnung, wie alt dein Stand ist: So verlief die Android-Historie der vergangenen Jahre. Läuft auf deinem Gerät noch Android 12 oder älter, bist du mehrere Generationen zurück.

VersionJahrEinordnung
Android 172026Aktuelle Version
Android 162025Weit verbreitet, voll versorgt
Android 152024Noch üblich auf Geräten der Vorjahre
Android 142023Auf älteren Mittelklasse-Geräten verbreitet
Android 132022Sollte inzwischen abgelöst sein
Android 122021Deutlich veraltet
Android 11 und älterbis 2020Kritisch – meist ohne Sicherheitspatches
Eine alte Android-Version ist für sich noch kein Drama – entscheidend bleibt, ob es noch Sicherheitspatches gibt.

Sonderfall Provider-Handy: warum Updates später kommen

Hast du dein Handy über einen Mobilfunkanbieter mit Vertrag gekauft, kann es eine sogenannte Branding-Version sein: eine vom Netzbetreiber angepasste Software mit eigenen Apps und eigenem Update-Zeitplan. Der Effekt ist ärgerlich – dieselbe Android-Version erscheint bei Geräten ohne Branding oft Wochen früher.

Ob du betroffen bist, siehst du meist an vorinstallierten Provider-Apps oder an einem Kürzel in der Software-Version (Einstellungen › Telefoninfo › Softwareinformationen › Baseband/Buildnummer). Ändern lässt sich das im Alltag kaum – mit einem Debranding gehen Garantieansprüche und Daten leicht verloren. Der pragmatische Rat: Beim nächsten Kauf ein Gerät ohne Branding wählen, wenn dir schnelle Updates wichtig sind.

Update wird nicht angeboten – daran kann es liegen

Manchmal steht ein Update laut Hersteller bereit, aber dein Handy zeigt „Ihre Software ist auf dem neuesten Stand". Diese Ursachen sind die häufigsten:

  • Rollout-Welle noch nicht bei dir. Der mit Abstand häufigste Grund – einfach ein paar Tage warten und erneut prüfen.
  • Zu wenig freier Speicher. Große Updates brauchen mehrere Gigabyte Puffer. Schaff Platz und starte die Suche neu.
  • Akku zu niedrig. Unter etwa 30 Prozent verweigern viele Geräte die Installation. Ans Ladekabel und nochmal versuchen.
  • WLAN fehlt. Umfangreiche Updates werden häufig nur über WLAN geladen, nicht über Mobilfunk.
  • Provider-Branding (siehe oben) verzögert die Auslieferung.
  • Gerät ist modifiziert. Ein entsperrter Bootloader oder Root blockiert offizielle Updates oft dauerhaft.
  • Support ausgelaufen. Wenn gar nichts mehr kommt und das Patch-Datum lange zurückliegt: Dann ist dein Modell schlicht am Ende seines Zyklus.

Updates richtig installieren

Damit beim großen Sprung nichts schiefgeht, lohnen drei Minuten Vorbereitung: Backup anlegen (Google-Konto-Sicherung oder Samsung Smart Switch), Gerät ans Ladekabel hängen und ins WLAN gehen. Während der Installation das Handy nicht ausschalten. Fühlt sich das Gerät danach ein, zwei Tage träger an oder zieht der Akku schneller, ist das normal – im Hintergrund werden Apps neu optimiert. Bleibt es länger dabei, hilft meist ein Neustart oder das Leeren des Cache einzelner Apps.

Der Mythos: „Updates machen mein Handy langsam"

Kaum ein Gerücht hält sich so hartnäckig. Tatsache ist: Sicherheitsupdates sind klein und ändern an der Geschwindigkeit praktisch nichts. Große OS-Updates können sich auf sehr alten Geräten in den ersten Tagen träger anfühlen – das liegt aber meist daran, dass im Hintergrund Apps neu optimiert werden; danach normalisiert es sich, oft mit Verbesserungen bei Akku und Sicherheit. Wer Updates aus Angst vor „Langsamkeit" verweigert, tauscht ein eingebildetes Problem gegen ein echtes: offene Sicherheitslücken. Das Zurückhalten von Updates ist fast immer die schlechtere Wahl.

Die 7-Jahre-Revolution: Samsung und Google

Lange war Android für kurzen Support berüchtigt. Das hat sich grundlegend geändert: 2023 kündigte Google für das Pixel 8 sieben Jahre volle Updates an, Samsung zog mit dem Galaxy S24 nach. Damit haben die beiden großen Anbieter beim Software-Support zu Apple aufgeschlossen – und teilweise überholt, was die reine Jahreszahl angeht. Für dich heißt das: Ein aktuelles Pixel- oder Samsung-Flaggschiff, das du heute kaufst, ist bis Anfang der 2030er-Jahre versorgt.

Der EU-Mindeststandard: 5 Jahre für alle

Seit 2025 gilt in der EU eine gesetzliche Untergrenze: Neue Smartphones müssen mindestens fünf Jahre lang Sicherheitsupdates erhalten, dazu über Jahre verfügbare Ersatzteile. Das hebt vor allem die günstigen Geräte an, die früher oft nach ein, zwei Jahren im Stich gelassen wurden. Ein Handy, das heute neu in den Handel kommt, sollte diese fünf Jahre also mindestens schaffen – ein wichtiger Anhaltspunkt beim Kauf.

Wie lange hält ein Android-Handy wirklich?

Updates sind nur die eine Seite. Ob ein Gerät im Alltag durchhält, entscheidet zusätzlich der Akku (nach drei bis vier Jahren oft spürbar schwächer), die Reparierbarkeit und dein eigener Anspruch. Die Faustregel: Solange es Sicherheitsupdates gibt und der Akku mitspielt, kannst du ein Android-Handy bedenkenlos weiternutzen. Fällt der Update-Support weg, wird das Gerät mit der Zeit zum Sicherheitsrisiko – auch wenn es technisch noch einwandfrei läuft. Genau deshalb ist die Update-Garantie beim Kauf so wichtig wie die Ausstattung.

Was ohne Sicherheitsupdates wirklich passiert

„Ein Update weniger, so schlimm wird das schon nicht sein" – leider doch. Android-Sicherheitslücken werden monatlich öffentlich dokumentiert. Sobald eine Lücke bekannt ist, wissen auch Angreifer davon; das Sicherheitsupdate schließt genau diese Tür. Bleibt sie offen, wächst mit jedem Monat die Zahl der bekannten, aber ungepatchten Schwachstellen auf deinem Gerät.

Konkret heißt das: Eine manipulierte Webseite, eine präparierte Datei in einer Messenger-Nachricht oder eine bösartige App können auf einem ungepatchten System leichter Schaden anrichten – vom Ausspähen von Passwörtern bis zum Zugriff auf Banking-Apps. Deshalb die klare Empfehlung: Auf einem Gerät ohne aktuelle Sicherheitspatches solltest du kein Online-Banking und keine sensiblen Zahlungen mehr erledigen. Für einfaches Surfen, Musik oder als Zweitgerät ist es weiter nutzbar – mit den Vorsichtsmaßnahmen weiter unten.

Android vs. iPhone: Wer liefert länger Updates?

Der alte Reflex „iPhones bekommen länger Updates" stimmt so nicht mehr. Apple nennt keine feste Zahl, versorgt iPhones in der Praxis aber meist fünf bis sieben Jahre. Google und Samsung geben mit ihren aktuellen Flaggschiffen inzwischen sieben Jahre garantiert – Fairphone sogar mehr. Beim reinen Software-Support liegen die Top-Android-Geräte damit auf Augenhöhe mit dem iPhone oder darüber. Der Unterschied liegt eher in der Verlässlichkeit über die gesamte Palette: Bei Apple bekommt praktisch jedes Modell lange Updates, bei Android nur die oberen Klassen. Wie es auf der Apple-Seite genau aussieht, zeigt unser Schwester-Artikel Wie lange bekommt mein iPhone Updates?.

Was tun, wenn dein Handy keine Updates mehr bekommt?

Ein Gerät ohne Sicherheitspatches ist nicht von heute auf morgen unbrauchbar – aber das Risiko steigt mit der Zeit. Solange du nicht sofort wechseln willst, senkst du die Gefahr mit ein paar Maßnahmen deutlich:

Checkliste: Handy ohne Updates absichern – Play Protect, aktuelle Apps, Zwei-Faktor, Sensibles meiden, Custom-ROM, Wechsel planen
Sechs Punkte, mit denen du ein Handy ohne Sicherheitspatches länger vertretbar nutzt.

Wichtig ist, dass viele Kern-Apps unabhängig vom Betriebssystem weiter aktualisiert werden – Chrome, WhatsApp und Co. bekommen ihre Updates über den Play Store, nicht über das System. Für technisch Versierte sind Custom-ROMs wie LineageOS oder /e/OS eine Option, um den Support über das Herstellerende hinaus zu verlängern. Und wer sein Gerät ohnehin absichern will, findet in unserer Checkliste „Android-Handy sicher machen" die passenden Einstellungen.

Custom-ROMs: Support selbst verlängern

Wenn der Hersteller aufgibt, muss das Gerät nicht sterben. Alternative Android-Systeme – sogenannte Custom-ROMs – werden von Communities gepflegt und versorgen beliebte Modelle teils noch Jahre nach dem offiziellen Ende mit aktuellen Android-Versionen und Sicherheitspatches.

  • LineageOS ist der bekannteste Vertreter: nahe am puren Android, breite Geräteunterstützung, regelmäßige Sicherheitsupdates.
  • /e/OS geht einen Schritt weiter und entfernt Google-Dienste weitgehend – interessant, wenn dir Datenschutz wichtiger ist als maximale App-Kompatibilität.

Ehrlich dazugesagt: Das ist nichts für nebenbei. Du musst den Bootloader entsperren (dabei werden alle Daten gelöscht), es kann die Garantie kosten, manche Banking- und Streaming-Apps verweigern auf modifizierten Systemen den Dienst, und im schlimmsten Fall ist das Gerät hinterher unbrauchbar. Für technikaffine Nutzer mit einem gut unterstützten Modell ist es trotzdem die eleganteste Art, ein solides Handy noch Jahre sicher weiterzubetreiben.

Und Tablets, Uhren und Kopfhörer?

Die Update-Frage betrifft nicht nur Handys. Bei Tablets zieht Samsung die lange Zusage inzwischen auf die aktuellen Galaxy-Tab-Modelle durch, günstige Android-Tablets bekommen dagegen oft kaum Updates – hier lohnt der Blick besonders. Smartwatches mit Wear OS werden typischerweise drei bis vier Jahre versorgt, wobei die Uhr sicherheitstechnisch weniger exponiert ist als das Telefon. Bei Kopfhörern und Zubehör geht es meist nur um Firmware-Verbesserungen ohne Sicherheitsrelevanz. Die Faustregel bleibt: Je mehr persönliche Daten ein Gerät verarbeitet und je direkter es im Internet hängt, desto wichtiger sind aktuelle Updates.

Was sieben Jahre Support praktisch bedeuten

Die lange Update-Garantie ist mehr als eine Zahl im Datenblatt – sie verändert die Rechnung. Ein Handy für 900 Euro, das sieben Jahre sicher läuft, kostet dich rechnerisch rund 130 Euro pro Jahr. Ein 400-Euro-Gerät, das nach drei Jahren keine Patches mehr bekommt, liegt bei über 130 Euro jährlich – bei deutlich schwächerer Ausstattung. Teuer gekauft ist hier oft günstiger genutzt.

Dazu kommt der ökologische Aspekt: Der größte Teil des CO₂-Fußabdrucks eines Smartphones entsteht bei der Herstellung, nicht im Betrieb. Jedes Jahr, das ein Gerät länger sicher genutzt wird, verbessert seine Bilanz spürbar. Genau deshalb ist die Update-Dauer inzwischen auch ein Nachhaltigkeitsthema – und der Grund, warum die EU sie überhaupt reguliert.

Behalten, updaten oder wechseln?

Ob du dein Handy behältst oder ersetzt, lässt sich an drei einfachen Fragen festmachen:

  • Bekommst du noch Sicherheitsupdates? Wenn ja, gibt es keinen Grund zu wechseln – behalten und in Ruhe weiternutzen, auch ohne die allerneueste Android-Version.
  • Ist der Support gerade ausgelaufen, das Gerät aber sonst gut? Dann kannst du es mit den Vorsichtsmaßnahmen noch eine Weile fahren – aber plane den Wechsel ein und meide sensible Anwendungen.
  • Kein Support und schwacher Akku oder Macken? Jetzt lohnt der Umstieg auf ein Modell mit langer Update-Garantie – das hält dich dann viele Jahre aus dem Thema raus.

Wichtig: Ein auslaufender Software-Support allein ist kein Grund zur Panik. Er ist ein Countdown, den du kennen und einplanen solltest – kein Ausschalter.

Gebraucht kaufen: auf den Update-Rest achten

Beim Gebrauchtkauf ist die verbleibende Update-Zeit oft wichtiger als der Preis. Ein zwei Jahre altes Flaggschiff mit ursprünglich sieben Jahren Support hat noch fünf Jahre vor sich – ein gleich teures Billiggerät von damals vielleicht gar keine mehr. Rechne also immer ab Marktstart des Modells und zieh das Alter des konkreten Geräts ab. Ein gepflegtes älteres Premium-Modell ist beim Software-Support fast immer die bessere Wahl als ein neueres Budget-Handy.

Beim Kauf auf die Update-Garantie achten

Die Update-Dauer ist beim Neukauf einer der wichtigsten und am meisten übersehenen Punkte. Zwei Geräte zum gleichen Preis können sich um vier oder fünf Jahre Nutzungszeit unterscheiden – das ist am Ende oft entscheidender als ein etwas besseres Kameramodul. Ein paar Leitplanken:

  • Auf die konkrete Zusage achten, nicht auf die Marke allein. „X Jahre OS + Y Jahre Sicherheit" sollte der Hersteller klar nennen.
  • Ab Marktstart rechnen. Kaufst du ein Modell erst zwei Jahre nach Release günstig, sind zwei Jahre Support schon weg.
  • Mindestens den EU-Standard (5 Jahre Sicherheit) als Untergrenze ansetzen – besser deutlich mehr.

Kleines Glossar

  • OS-Update: Sprung auf eine neue Android-Hauptversion (z. B. Android 17).
  • Sicherheitsupdate / Patch: Schließt bekannte Sicherheitslücken; das Wichtigste fürs Weiternutzen.
  • Sicherheitspatch-Ebene: Das Datum, bis zu dem dein Gerät gegen bekannte Lücken geschützt ist.
  • One UI / HyperOS / OxygenOS: Die Hersteller-Oberflächen über dem eigentlichen Android.
  • Feature-Drop: Zusatzfunktionen zwischen den großen Versionen (v. a. bei Pixel und Samsung).
  • Custom-ROM: Alternatives Android (z. B. LineageOS), das den Support verlängern kann.
  • EOL („End of Life"): Zeitpunkt, ab dem ein Gerät keine Updates mehr bekommt.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wie prüfe ich, wie lange mein Handy noch Updates bekommt?

Den aktuellen Stand siehst du unter Einstellungen › Telefoninfo › Sicherheitspatch-Ebene. Die garantierte Gesamtdauer nennt der Hersteller für dein Modell auf seiner Website – rechne ab dem Marktstart des Geräts.

Ist ein OS-Update oder ein Sicherheitsupdate wichtiger?

Für die Sicherheit klar das Sicherheitsupdate. Neue Android-Versionen bringen Funktionen, aber der monatliche Patch schützt dich vor konkreten Angriffen. Ein Gerät mit aktuellem Patch, aber älterer Android-Version ist sicherer als umgekehrt.

Kann ich mein Handy nach dem Update-Ende noch nutzen?

Ja, technisch läuft es weiter. Aber ohne Sicherheitspatches steigt das Risiko mit jeder neu entdeckten Lücke. Halte Apps und Browser aktuell, meide sensible Aktionen wie Banking und plane mittelfristig einen Wechsel.

Welches Android-Handy bekommt am längsten Updates?

Fairphone (bis etwa acht Jahre), dicht gefolgt von Google Pixel 8 und neuer sowie Samsungs Premium-Reihe mit je sieben Jahren.

Bekommen billige Handys auch Updates?

Dank des EU-Mindeststandards seit 2025 mindestens fünf Jahre Sicherheitsupdates – neue Geräte. Ältere Billig-Handys hatten oft nur ein bis zwei Jahre. Auf die konkrete Zusage achten.

Verlangsamen Updates mein Android-Handy?

In aller Regel nicht spürbar. Sicherheitsupdates sind klein; große OS-Updates können auf sehr alten Geräten anfangs etwas träger wirken, bringen aber meist auch Optimierungen mit.

Was ist ein Custom-ROM und lohnt sich das?

Ein alternatives Android wie LineageOS, das du selbst installierst, um länger Updates zu bekommen. Für technisch versierte Nutzer eine gute Verlängerung – für Einsteiger wegen des Aufwands und der Risiken eher nichts.

Sind sieben Jahre Updates überhaupt sinnvoll, wenn der Akku vorher schlappmacht?

Der Akku lässt sich tauschen, die Software-Sicherheit nicht „nachrüsten". Lange Update-Garantien geben dir die Freiheit, ein Gerät wirklich lange zu nutzen – bei Bedarf mit einem neuen Akku statt einem neuen Handy.

Warum kommt das Update bei meinem Freund schon an und bei mir nicht?

Weil Hersteller in Wellen verteilen – gestaffelt nach Modell, Region und teils Netzbetreiber. Das ist normal. Über Einstellungen › Softwareupdate kannst du manuell nachsehen, ob deine Welle schon dran ist.

Bekomme ich Android 17 auf mein älteres Handy?

Nur, wenn dein Modell noch innerhalb seines OS-Update-Zeitraums liegt (siehe Tabelle). Ist der abgelaufen, bleibt es bei der letzten Version – im besten Fall noch mit Sicherheitspatches.

Zählt die Update-Garantie ab meinem Kauf oder ab Marktstart?

Ab Marktstart des Modells. Kaufst du ein Gerät erst später (auch neu), ist ein Teil des Zeitraums schon vergangen – gerade beim Gebrauchtkauf wichtig.

Fazit

Android hat sich beim Update-Support massiv gemausert: Aus „zwei Jahre und Schluss" sind bei den Top-Modellen sieben bis acht Jahre geworden, und der EU-Mindeststandard zieht auch die Günstigen nach oben. Für dich zählt vor allem eins: Achte beim Kauf auf die konkrete Update-Zusage, prüfe regelmäßig deine Sicherheitspatch-Ebene – und weißt du, wann Schluss ist, kannst du rechtzeitig und ohne Sicherheitslücke wechseln. Ein gut versorgtes Handy hält heute problemlos so lange wie früher zwei.

Quellen

  • Google: Pixel-Update- und Supportrichtlinien
  • Samsung: Galaxy-Software-Support-Richtlinie
  • Fairphone: Software-Support-Zusage
  • Europäische Kommission: Ökodesign-Verordnung für Smartphones (2025)

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Über den Autor

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Martin Frost

Martin Frost ist Gründer und Herausgeber von TechPill. Er schreibt über Smartphones, Apps, digitale Dienste und verständliche Lösungen für den Technik-Alltag.

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Google zeigt die Pixel 11-Serie und das Pixel 11 Pro Fold: Tensor G6, HiLight-LEDs, neue Kameras und ein dünneres Foldable. Preise, Termine und Details im Überblick.

Wie lange musst du für ein iPhone arbeiten? Der weltweite Vergleich
22.08.2026

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Ein iPhone 17 Pro kostet überall ähnlich viel – aber nicht überall gleich viel Arbeitszeit. Von 3 Tagen in Luxemburg und der Schweiz über 5 in Deutschland bis 160 in Indien: der globale Vergleich in einer Grafik.

Kontakte auf neues iPhone übertragen: Alle Wege (iPhone, Android, SIM)
13.08.2026

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Kontakte aufs neue iPhone bringen – von iPhone, Android oder SIM. Alle Methoden Schritt für Schritt: iCloud, Schnellstart, Auf iOS übertragen, Google-Konto, vCard. Plus der Speicherort-Kniff, an dem die meisten scheitern.