Ende August fährt Samsung einen ganzen Schwung an Neuigkeiten auf. Im Zentrum steht das Galaxy S26 FE, die etwas günstigere Fan Edition der aktuellen Oberklasse, die ab dem 4. September in den Handel kommt. Drumherum sorgen das faltbare Galaxy Z Fold 8, ein Preissturz bei der Galaxy Watch 8 und ein frisches Odyssey-Monitor-Lineup von der Gamescom für Gesprächsstoff. Wer sich gerade nach einem neuen Samsung-Gerät umschaut, bekommt damit reichlich Auswahl – aber auch ein paar Fallstricke, die sich beim genauen Hinsehen zeigen.

Interessant ist vor allem die Preisgestaltung. Die Fan Edition war traditionell als preiswerterer Einstieg in die S-Serie gedacht. Diesmal ist die Rechnung nicht mehr so eindeutig, weil die regulären S26-Modelle im freien Handel längst gefallen sind. Genau das macht die Kaufentscheidung komplizierter, als es die Marketing-Botschaft vermuten lässt.

Das Galaxy S26 FE im Detail

Mit dem Galaxy S26 FE ergänzt Samsung das bestehende Trio aus Galaxy S26, S26+ und S26 Ultra. Es ist laut Hersteller das erste Modell der Serie, das direkt mit One UI 9 auf Basis von Android 17 ausgeliefert wird. Verfügbar ist es ab dem 4. September 2026 in den Farben Blueberry, Graphite und Pistachio – heise nennt als Erscheinungstermin den 3. September, die offizielle Mitteilung spricht vom 4. September.

Beim Display setzt Samsung auf ein 6,7 Zoll großes Dynamic AMOLED 2X mit einer Bildwiederholrate von bis zu 120 Hz. Die Spitzenhelligkeit gibt der Hersteller mit bis zu 1900 cd/m² an. Für Ausdauer soll ein 4900-mAh-Akku sorgen, der sich per Kabel mit bis zu 45 Watt laden lässt – in rund 30 Minuten kommt das Gerät damit laut Samsung auf bis zu 69 Prozent. Kabelloses Laden ist mit 15 Watt möglich. Bei den Software-Garantien bleibt Samsung großzügig: Sieben Generationen Android- beziehungsweise One-UI-Updates plus sieben Jahre Sicherheitsupdates sind zugesagt, wie bei den übrigen S26-Modellen.

Fokus auf das Wesentliche: Samsung präsentiert das Galaxy S26 FE
Foto: Samsung Newsroom DE

Kamera und KI-Funktionen

Auf der Rückseite sitzt eine Triple-Kamera: eine 50-Megapixel-Hauptkamera, ein 12-Megapixel-Ultraweitwinkel und ein Teleobjektiv mit 8 Megapixeln und dreifachem optischen Zoom. Selfies übernimmt eine 12-Megapixel-Frontkamera, die laut Samsung ein größeres Bildfeld erfasst – praktisch für Gruppenaufnahmen. Für Videos gibt es eine Superstabil-Funktion mit horizontaler Sperre sowie Nightography für schwierige Lichtverhältnisse.

Softwareseitig zieht Samsung Funktionen von den teureren Modellen herunter. Dazu zählt Meine FanCam, das ein ausgewähltes Motiv im Video automatisch verfolgt und im Bildzentrum hält, sowie der Fotoassistent, der Bilder per Spracheingabe anpasst – vom Nachschärfen der Beleuchtung bis zum Einfügen oder Entfernen von Objekten. Auf der KI-Seite kommen das aktualisierte Now Brief für tägliche Zusammenfassungen, Now Nudge für situationsabhängige Vorschläge und Circle to Search hinzu, das mehrere Elemente eines Bildes gleichzeitig durchsuchen kann. heise ergänzt Funktionen wie „Document Scan“ zum automatischen Zuschneiden von Dokumenten und einen „Audio Eraser“ gegen störende Hintergrundgeräusche.

Wichtig zur Einordnung: Viele dieser KI-Dienste setzen ein Samsung-Konto und eine Internetverbindung voraus, und der Funktionsumfang kann je nach Land und Sprache variieren. Wie viele Features dauerhaft kostenlos bleiben, ist offen. Beim Kauf legt Samsung immerhin eine sechsmonatige Testversion von Google AI Pro mit 5 TB Cloud-Speicher bei.

Der Prozessor: Exynos statt Snapdragon

Unter der Haube arbeitet ein Exynos 2500, den Samsung bereits im Galaxy Z Flip7 verbaut hat. In der klassischen S-Baureihe kam der Zehnkerner mit bis zu 3,3 GHz Taktfrequenz bislang nicht zum Einsatz. Laut heise rangiert er bei Grafik- und Rechenleistung eine Stufe unter dem aktuellen Spitzenchip Snapdragon 8 Elite Gen 5. Beim Arbeitsspeicher bleibt Samsung sparsam: Keine der drei Speichervarianten (128, 256 oder 512 GByte) bekommt mehr als 8 GByte RAM.

Das Preisproblem der Fan Edition

Hier wird es kniffelig. Die UVP-Preise lauten 799 Euro für 128 GByte, 899 Euro für 256 GByte und 1099 Euro für 512 GByte. In den USA startet das Modell bei 699,99 US-Dollar. Damit ist die vermeintlich günstigere Fan Edition ungewöhnlich teuer geraten.

Der Grund liegt bei den regulären S26-Modellen, deren Marktpreise seit dem Verkaufsstart am 11. März deutlich gefallen sind. Wie heise online vorrechnet, ist das reguläre Galaxy S26 mit 256 GByte im freien Handel inzwischen für rund 650 Euro zu haben, das größere S26+ für rund 700 Euro. Beide unterbieten damit teilweise das S26 FE – und bieten dabei mehr Arbeitsspeicher sowie einen leistungsfähigeren Prozessor. Wer nicht gezielt eine Fan Edition sucht, bekommt für ähnliches oder weniger Geld also ein besser ausgestattetes Gerät. Genau dieses Dilemma gab es schon beim Galaxy S25 FE, das zeitweise teurer war als das stärkere S25+.

Samsung versucht, den Einstieg über Aktionen attraktiver zu machen. Wer ab dem 27. August im Samsung-Shop mit 20 Euro Anzahlung reserviert, erhält beim späteren Kauf einen Sofortabzug von 80 Euro. Beim Eintausch eines Altgeräts winken 50 Euro Tauschprämie plus bis zu 590 Euro Altgerätewert. Ob solche Rabatte den Preisnachteil gegenüber den gefallenen S26-Modellen ausgleichen, muss jeder für sich selbst durchrechnen.

Galaxy Z Fold 8: Foldable im Reisepass-Format

Neben der Fan Edition sorgt ein anderes Gerät für positivere Töne. Das Galaxy Z Fold 8 ist nach Einschätzung von t3n vielleicht das derzeit beste Foldable im 4:3-Format. Namentlich verwirrt es allerdings: Es ist nicht der direkte Nachfolger des Fold 7, sondern eine Art Zwischengröße. Der eigentliche Nachfolger heißt Fold 8 Ultra und richtet sich an Power-User, während das Fold 8 als Entertainer für die Hosentasche positioniert wird.

Zusammengeklappt ist das Gerät etwa so groß wie ein Reisepass. Das äußere Display misst 5,5 Zoll im 16:10-Format und lässt sich bequem mit einer Hand bedienen. Aufgeklappt kommt ein 7,6 Zoll großer Bildschirm im 4:3-Format zum Vorschein (2504 x 2256 Pixel), der sich laut t3n prima zum Lesen und für Videos eignet – mit weniger störenden schwarzen Balken als beim quadratischen Ultra. Innen wie außen kommen OLED-Panels mit 120 Hertz zum Einsatz.

Galaxy Z Fold 8 im Test: Warum du bis September mit dem Kauf warten solltest
Foto: t3n

Der größte Fortschritt ist die kaum noch sichtbare Falte. Samsung hat den Materialmix verändert: Ein Titan-Rahmen und eine mit Titan beschichtete Folie sollen für mehr Stabilität sorgen. Erkennen und ertasten lässt sich die Falte zwar weiterhin, sie wirkt aber deutlich dezenter. Angetrieben wird das Gerät vom Snapdragon 8 Elite 5, im Testgerät mit 12 GByte RAM; die Terabyte-Variante bietet 16 GByte. Der Haken laut t3n: Die Rechenleistung übersteigt das, was ein Entertainment-Gerät eigentlich braucht, und bei der Kamera fehlt gegenüber dem Ultra ein echtes Teleobjektiv. Statt einer Dreifachkamera gibt es nur zwei Sensoren mit je 50 Megapixeln, der Zoom entsteht per Cropping und schafft nur den zweifachen Wert. Auch die IP-Zertifizierung IP48 schützt zwar gegen Wasser, nicht aber vollständig gegen Staub.

Galaxy Watch 8 zum Tiefstpreis

Wer eine Smartwatch sucht, findet aktuell ein günstiges Angebot. Die Galaxy Watch 8 ist bei Amazon laut Golem.de für 179 Euro erhältlich – ein Rabatt von 46 Prozent gegenüber dem Einführungspreis von 329 Euro und der bislang niedrigste Preis seit dem Marktstart im Juli 2025. Der Preis bezieht sich auf die Bluetooth-Variante mit 40-Millimeter-Gehäuse; Versionen mit 44 Millimetern oder LTE sind separat erhältlich.

Die Uhr wiegt 30 Gramm, ist 8,6 Millimeter dünn und trägt ein 1,3 Zoll großes AMOLED-Display mit 438 x 438 Pixeln und bis zu 3000 Nits Spitzenhelligkeit. Sie ist nach IP68 wasser- und staubfest und zusätzlich nach Militärstandard MIL-STD-810H zertifiziert. Der Akku fasst 325 mAh und soll ohne Always-on-Funktion bis zu 40 Stunden durchhalten. Software-seitig läuft One UI 8.0 mit integriertem Google-Assistenten Gemini. Zu den Gesundheitsfunktionen zählen neben Herzfrequenz, Blutdruck und Blutsauerstoff auch die Messung von AGE-Index und Antioxidantienspiegel. Für Läufer gibt es ein drei- bis fünfwöchiges Coaching-Programm sowie Dual-GPS.

Odyssey 2027: Neue Gaming-Monitore von der Gamescom

Parallel zu den Mobilgeräten hat Samsung auf der Gamescom 2026 in Köln sein Odyssey-Lineup für 2027 vorgestellt. Das Motto lautet „The Next Era of Gaming Displays“, und die Bandbreite ist beachtlich.

Der Odyssey OLED G9 ist einer der weltweit ersten 49-Zoll-Monitore mit Dual-QHD-Auflösung (5120 x 1440 Pixel), 0,03 ms GtG-Reaktionszeit und 360 Hz. Per Dual Mode lassen sich sogar 720 Hz bei reduzierter Auflösung erreichen. Sein QD-OLED-Panel der fünften Generation nutzt die Penta-Tandem-Technologie, die laut Samsung bis zu 1,3-mal effizienter arbeitet und die doppelte Lebensdauer erreicht. Der Odyssey OLED G8 ist ein 32-Zoll-UHD-Modell mit Triple-Mode – wahlweise UHD mit 360 Hz, QHD mit 520 Hz oder FHD mit 680 Hz.

Der Odyssey OLED G7 bringt als einer der ersten 42-Zoll-Gaming-Monitore einen gebogenen 16:9-OLED-Bildschirm mit 1000R-Krümmung, 4K-Auflösung und 165 Hz. Für kompetitive Spieler ist der 27-Zoll-Odyssey G6 gedacht, einer der ersten Monitore mit 1100 Hz Bildwiederholfrequenz auf einem Fast-IPS-Panel. Er soll in der zweiten Jahreshälfte 2026 weltweit erscheinen. Für Deutschland stehen Termine und Preise der übrigen Modelle noch aus. Zusätzlich baut Samsung sein HDR10+-Gaming-Ökosystem aus und arbeitet mit Studios wie CD Projekt Red und Bloober Team zusammen, um Titel für die Odyssey-3D-Monitore zu optimieren.

Was bedeutet das für dich?

Die aktuelle Nachrichtenlage zeigt vor allem eins: Der Zeitpunkt und die Modellwahl entscheiden über den Wert deines Kaufs. Ein paar konkrete Empfehlungen:

  • S26 FE gegen reguläres S26 abwägen: Vergleiche vor dem Kauf die Straßenpreise. Das reguläre Galaxy S26 oder S26+ kann trotz höherer UVP im Handel günstiger sein und bietet mehr RAM sowie einen stärkeren Prozessor.
  • Reservierungsrabatte einkalkulieren: Beim S26 FE lassen sich über die Reservierung 80 Euro Sofortabzug und beim Eintausch weitere Prämien sichern. Rechne diese Aktionen gegen die gefallenen Preise der Standardmodelle.
  • Beim Z Fold 8 auf den Verwendungszweck achten: Als Entertainment-Gerät fürs Lesen und Streamen überzeugt es, für ernsthafte Fotografie fehlt jedoch ein echtes Teleobjektiv.
  • Bei der Watch 8 zugreifen, wenn du eine günstige Smartwatch brauchst: 179 Euro sind der bisher niedrigste Preis. Prüfe aber, ob du LTE oder das größere 44-mm-Gehäuse benötigst.
  • KI-Funktionen realistisch bewerten: Viele Features setzen ein Samsung-Konto voraus, hängen von der Region ab und sind teils nur zeitlich begrenzt kostenlos.
Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wann erscheint das Galaxy S26 FE und was kostet es?

Samsung nennt in der offiziellen Mitteilung den 4. September 2026 als Verkaufsstart, heise spricht vom 3. September. Die UVP-Preise liegen bei 799 Euro (128 GByte), 899 Euro (256 GByte) und 1099 Euro (512 GByte). In den USA startet das Modell bei 699,99 US-Dollar. Zum Marktstart gibt es Reservierungs- und Eintauschaktionen.

Lohnt sich das S26 FE gegenüber dem regulären Galaxy S26?

Das kommt auf die aktuellen Straßenpreise an. Laut heise ist das reguläre Galaxy S26 mit 256 GByte im freien Handel bereits für rund 650 Euro zu bekommen und bietet mehr RAM sowie einen leistungsstärkeren Chip. Wer nicht gezielt die Fan Edition sucht, fährt mit einem regulären Modell oft besser. Ein direkter Preisvergleich vor dem Kauf ist daher ratsam.

Welchen Prozessor hat das Galaxy S26 FE?

Samsung verbaut den Exynos 2500, denselben Chip wie im Galaxy Z Flip7. In der klassischen S-Baureihe kam er zuvor nicht zum Einsatz. Der Zehnkerner taktet mit bis zu 3,3 GHz und liegt bei Grafik- und Rechenleistung eine Stufe unter dem Snapdragon 8 Elite Gen 5. Alle drei Speichervarianten haben maximal 8 GByte RAM.

Was unterscheidet das Galaxy Z Fold 8 vom Fold 8 Ultra?

Trotz der Namensgebung ist das Fold 8 nicht der direkte Nachfolger des Fold 7 – das ist das Fold 8 Ultra. Das Fold 8 setzt auf ein kompakteres 4:3-Format mit 7,6 Zoll innen und 5,5 Zoll außen und richtet sich als Entertainment-Gerät an Nutzer, die ein handliches Foldable suchen. Das Ultra bietet dagegen ein größeres Außendisplay, eine Dreifachkamera mit 200-Megapixel-Hauptsensor und ein separates Teleobjektiv.

Ist die Galaxy Watch 8 für 179 Euro ein guter Deal?

Laut Golem.de ist das der niedrigste Preis seit dem Marktstart im Juli 2025 und entspricht einem Rabatt von 46 Prozent gegenüber dem Einführungspreis von 329 Euro. Der Preis gilt für die Bluetooth-Variante mit 40-Millimeter-Gehäuse. Wer LTE oder das größere Gehäuse möchte, zahlt entsprechend mehr.