Kurz vor der Gamescom 2026 verkündet Samsung eine Kooperation, die zwei große Namen zusammenbringt: Der Elektronikkonzern und der Spielehersteller Activision arbeiten rund um „Call of Duty: Modern Warfare 4“ zusammen. Samsung übernimmt dabei die Rolle des offiziellen Partners für TVs, Monitore, Soundbars und WiFi-Lautsprecher zum neuesten Ableger des weltweit bekannten First-Person-Shooters. Das offizielle Erscheinungsdatum des Titels ist der 23. Oktober – die Kooperation setzt aber schon Wochen vorher an.

Für Samsung ist das mehr als ein Marketing-Deal. Der Hersteller positioniert sich damit erneut als Anbieter, der nicht nur Bildschirme verkauft, sondern ein komplettes Ökosystem für das Spielen im Wohnzimmer und am Schreibtisch anbieten will. Über den Samsung Gaming Hub, HDR10+ GAMING und die Odyssey-Monitorreihe versucht das Unternehmen, sich als feste Größe im Gaming-Umfeld zu verankern – ausgerechnet mit einer der reichweitenstärksten Marken der Branche als Aushängeschild.

Worum es bei der Partnerschaft konkret geht

Der Kern der Vereinbarung ist klar umrissen: Samsung stellt für „Call of Duty: Modern Warfare 4“ die offiziellen Displays und Audiogeräte. Dazu zählen laut Ankündigung die Fernseher des Herstellers, die Odyssey-Gaming-Monitore, Soundbars sowie WiFi-Lautsprecher. Die Idee dahinter ist, das Spielerlebnis über verschiedene Geräteklassen hinweg abzustimmen – vom großen TV im Wohnzimmer bis zum schnellen Monitor am PC-Arbeitsplatz.

Hun Lee, Executive Vice President des Geschäftsbereichs Visual Display bei Samsung Electronics, ordnet die Zusammenarbeit als Teil einer größeren Strategie ein. Man wolle Spielern „ein intensives Spielerlebnis“ mit den eigenen Display- und Audiotechnologien bieten und die Kooperation mit führenden Spieleherstellern weiter ausbauen. Aus Sicht von Activision betont Cody Neal, Leiter des Bereichs Partnerschaften, dass Samsungs Technik es ermögliche, den Shooter mit „passender Klarheit, Größe und Reaktionsgeschwindigkeit“ auf den Bildschirm zu bringen.

Übersetzt in die Praxis heißt das: Activision liefert die Inhalte, Samsung die Hardware, auf der diese Inhalte möglichst gut aussehen und reagieren sollen. Für einen kompetitiven Shooter, bei dem Bildrate und Reaktionszeit über Sieg oder Niederlage entscheiden können, ist genau das ein sinnvoller Anknüpfungspunkt.

Samsung kündigt zum Release von „Call of Duty: Modern Warfare 4“ Partnerschaft mit Activision an
Foto: Samsung Newsroom DE

HDR10+ GAMING soll die Vorstellung der Entwickler ins Wohnzimmer bringen

Der technisch spannendste Teil der Kooperation ist die Integration von HDR10+ GAMING in „Call of Duty: Modern Warfare 4“. HDR10+ ist ein offener HDR-Standard mit dynamischen Metadaten, den Samsung maßgeblich vorantreibt. Die Gaming-Variante überträgt dieses Prinzip auf Spiele: Ziel sind präzisere Farben, höhere Kontraste und eine Darstellung, die näher an dem liegt, was sich die Entwickler beim Bildlook ursprünglich vorgestellt haben.

Für Spieler bedeutet das im Idealfall, dass dunkle Bereiche einer Karte nicht in einem einheitlichen Schwarz versinken und helle Effekte wie Explosionen nicht ausbrennen. Gerade bei einem Shooter, in dem Gegner in schattigen Ecken lauern, kann eine saubere Durchzeichnung im Dunkeln einen spürbaren Unterschied machen. Voraussetzung ist allerdings, dass das jeweilige Anzeigegerät HDR10+ GAMING unterstützt – ein Feature, das vor allem in Samsungs eigenen TVs und Monitoren steckt.

Damit wird auch deutlich, warum die Kooperation für Samsung strategisch attraktiv ist: Je mehr populäre Spiele HDR10+ GAMING nativ unterstützen, desto stärker lässt sich der Standard als Verkaufsargument gegenüber Konkurrenzformaten positionieren. Ein Titel mit der Reichweite von Call of Duty ist dafür ein wirkungsvoller Türöffner.

Samsung Gaming Hub und die Live-Übertragung von „Call of Duty: NEXT“

Ein zentraler Baustein der Aktion ist der Samsung Gaming Hub, die Gaming-Plattform, die in Samsungs Smart-TVs integriert ist. Über diesen Hub lässt sich am 21. August um 18 Uhr deutscher Zeit (9 Uhr Pacific Time) die Veranstaltung „Call of Duty: NEXT“ verfolgen. Dabei handelt es sich um das Showcase-Event, bei dem Activision traditionell den kommenden Serienteil vorstellt. Wer sich also vor dem Verkaufsstart im Oktober einstimmen möchte, kann das direkt über den Fernseher tun.

Im Vorfeld blendet Samsung im Kopfbereich des TV Gaming Hub ein Banner ein, das auf die Übertragung hinweist. Der Gaming Hub dient dabei nicht nur als Streaming-Fenster für dieses eine Event: Über ihn erreichen Nutzer zentral verschiedene Cloud-Gaming-Dienste, darunter Xbox Cloud Gaming, sowie weitere spielbezogene Inhalte. Der Reiz liegt darin, dass sich Spiele starten lassen, ohne das Gerät zu wechseln oder eine zusätzliche Konsole anzuschließen – der Fernseher selbst wird zur Spieleplattform.

Beta-Codes über die Samsung Promotion App

Interessant wird es für alle, die den Shooter frühzeitig ausprobieren wollen. Samsung verteilt über die Samsung Promotion App Codes für den frühen Beta-Zugang zu „Call of Duty: Modern Warfare 4“. Ausgewählte Spieler können damit bereits vom 21. bis 25. August in die Beta einsteigen – also noch vor der offenen Beta, die vom 28. August bis 1. September läuft.

Die frühe Testphase ist für Serien-Fans traditionell wertvoll: Man bekommt die Maps, die Waffenbalance und die Bewegungsmechanik früher zu Gesicht und kann sich einarbeiten, bevor der große Ansturm beginnt. Über die Verfügbarkeit der Codes und weitere Details informiert Samsung direkt im TV Gaming Hub. Ein garantierter Anspruch besteht laut Ankündigung nicht – die Codes richten sich an „ausgewählte“ Spieler, die Menge ist also begrenzt.

Gamescom 2026: Odyssey G80HS als Schaufenster

Die Gamescom, die vom 26. bis 30. August 2026 in den Kölner Messehallen stattfindet, ist die zweite große Bühne für die Kooperation. Am Samsung-Stand können Besucher „Call of Duty: Modern Warfare 4“ bereits vor dem offiziellen Start am 23. Oktober anspielen – und zwar auf den High-End-Monitoren der Odyssey G8-Reihe.

Im Mittelpunkt steht der Samsung G80HS. Der Monitor ist G-SYNC-kompatibel und unterstützt AMD FreeSync Premium, wodurch sich die Bildwiederholrate an die Ausgabe der Grafikkarte anpasst und Tearing sowie Ruckler reduziert werden sollen. Das Herausstellungsmerkmal ist der Dual Mode: Er erlaubt den Wechsel zwischen einem hochauflösenden 6K-Modus mit 165 Hz und einem besonders schnellen 3K-Modus mit 330 Hz.

Diese Aufteilung ist für unterschiedliche Spielsituationen gedacht. Der 6K-Modus mit 165 Hz zielt auf maximale Bildschärfe und Detailtiefe – etwa für filmreife Kampagnenmomente oder grafisch aufwendige Szenen. Der 3K-Modus mit 330 Hz setzt dagegen auf Tempo: In schnellen Multiplayer-Gefechten zählt jede Millisekunde, und eine hohe Bildrate sorgt für flüssigere Darstellung sowie geringere wahrgenommene Latenz. Dass sich beides in einem Gerät kombinieren lässt, ist genau das Argument, mit dem Samsung ambitionierte Spieler ansprechen möchte.

Battle.net-Codes für die Vault Edition

Als zusätzlichen Anreiz stellt Samsung ausgewählten Standbesuchern auf der Gamescom Battle.net-Spielcodes für „Call of Duty: Modern Warfare 4 Vault Edition“ zur Verfügung. Die Vault Edition ist üblicherweise die aufwendigere Ausgabe eines Call-of-Duty-Titels mit Zusatzinhalten. Wer also ohnehin nach Köln reist, kann mit etwas Glück nicht nur früher spielen, sondern auch einen Code für die Vollversion mitnehmen. Auch hier gilt: Das Angebot richtet sich an ausgewählte Besucher, ist also nicht garantiert.

Warum Samsung so stark auf Gaming setzt

Die Kooperation reiht sich in eine erkennbare Linie ein. Samsung baut sein Gaming-Angebot seit Jahren über mehrere Geräteklassen hinweg aus – vom Smart-TV mit integriertem Gaming Hub über die schnellen Odyssey-Monitore bis zu Cloud-Gaming-Anbindungen. Der Vorteil dieser Strategie liegt auf der Hand: Statt sich auf einen einzelnen Formfaktor zu verlassen, will das Unternehmen dort präsent sein, wo gespielt wird – im Wohnzimmer wie am Schreibtisch.

Ein Titel wie Call of Duty ist dafür ein idealer Partner. Die Serie zählt seit vielen Jahren zu den umsatzstärksten und bekanntesten Marken der Spielebranche. Wenn ein solcher Titel HDR10+ GAMING unterstützt und Samsung als offiziellen Hardware-Partner nennt, profitiert der Konzern von der Sichtbarkeit der Marke – und kann seine eigenen Technologien einem Millionenpublikum präsentieren. Für Samsung geht es dabei letztlich darum, den eigenen Anspruch zu untermauern, Gaming-Erlebnisse „der nächsten Generation“ über Geräteklassen und Connected-Gaming-Services hinweg anzubieten.

Man sollte die Ankündigung dennoch nüchtern einordnen. Vieles davon ist zunächst ein Zusammenspiel aus Marketing, Event-Präsenz und Feature-Integration. Die eigentlich relevante Frage – wie deutlich der Unterschied durch HDR10+ GAMING in der Praxis ausfällt – lässt sich erst beurteilen, wenn das Spiel und die entsprechenden Geräte real vor einem stehen.

Was bedeutet das für dich?

Ob die Partnerschaft für dich relevant ist, hängt stark davon ab, wie du spielst und welche Hardware du bereits besitzt. Ein paar konkrete Anhaltspunkte:

  • Du besitzt einen Samsung-TV mit Gaming Hub: Behalte den Kopfbereich des TV Gaming Hub im Blick. Dort erscheint das Banner zu „Call of Duty: NEXT“, und die Live-Übertragung am 21. August um 18 Uhr deutscher Zeit lässt sich direkt darüber verfolgen.
  • Du willst früh in die Beta: Installiere die Samsung Promotion App und prüfe die Verfügbarkeit der Codes für den frühen Beta-Zugang. Die frühe Beta läuft vom 21. bis 25. August, die offene Beta vom 28. August bis 1. September. Die Codes sind begrenzt, ein Anspruch besteht nicht.
  • Du gehst zur Gamescom (26. bis 30. August, Köln): Am Samsung-Stand kannst du den Shooter vorab auf Odyssey-Monitoren anspielen. Für ausgewählte Besucher gibt es Battle.net-Codes für die Vault Edition.
  • Du überlegst, einen Gaming-Monitor zu kaufen: Der Odyssey G80HS mit Dual Mode (6K/165 Hz bzw. 3K/330 Hz) ist das Vorzeigegerät. Überlege vorher, ob du eher auf Auflösung oder auf hohe Bildraten Wert legst – und ob deine Grafikkarte 6K überhaupt sinnvoll befeuern kann.
  • Dir ist Bildqualität wichtig: HDR10+ GAMING entfaltet seinen Nutzen nur auf Geräten, die den Standard unterstützen. Wenn du davon profitieren willst, achte beim nächsten TV- oder Monitorkauf gezielt auf diese Kennzeichnung.

Wer dagegen ohnehin auf einer Konsole ohne Samsung-Display spielt und keine besonderen Ambitionen bei Bildrate oder HDR hat, verpasst durch die Kooperation wenig. Die Aktion richtet sich in erster Linie an Spieler, die tief im Samsung-Ökosystem stecken oder gerade über neue Hardware nachdenken.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wann erscheint „Call of Duty: Modern Warfare 4“?

Das Spiel erscheint offiziell am 23. Oktober. Über Samsungs Aktionen lässt es sich jedoch früher erleben: als frühe Beta vom 21. bis 25. August, als offene Beta vom 28. August bis 1. September sowie zum Anspielen am Samsung-Stand auf der Gamescom vom 26. bis 30. August.

Wie komme ich an einen Beta-Code von Samsung?

Samsung verteilt die Codes für den frühen Beta-Zugang über die Samsung Promotion App. Zusätzlich informiert der Hersteller im Samsung TV Gaming Hub über Verfügbarkeit und Details. Die Codes richten sich an ausgewählte Spieler und sind begrenzt – einen garantierten Anspruch gibt es nicht.

Was bringt HDR10+ GAMING bei diesem Spiel?

HDR10+ GAMING nutzt dynamische Metadaten für präzisere Farben und höhere Kontraste. Bei einem Shooter kann das helfen, dunkle Bildbereiche besser durchzuzeichnen und helle Effekte sauberer darzustellen. Der Nutzen zeigt sich allerdings nur auf Geräten, die den Standard unterstützen – vor allem in Samsungs eigenen TVs und Monitoren.

Was ist der Dual Mode des Odyssey G80HS?

Der Dual Mode erlaubt es, zwischen zwei Betriebsarten zu wechseln: einem hochauflösenden 6K-Modus mit 165 Hz für maximale Detailtiefe und einem 3K-Modus mit 330 Hz für besonders flüssige, schnelle Darstellung. So lässt sich der Monitor je nach Spielgenre auf Bildschärfe oder Tempo ausrichten.

Brauche ich einen Samsung-Fernseher, um das Event zu sehen?

Die Live-Übertragung von „Call of Duty: NEXT“ ist für den 21. August um 18 Uhr deutscher Zeit über den Samsung Gaming Hub vorgesehen, der in Samsungs Smart-TVs integriert ist. Für den in der Ankündigung beschriebenen Zugang samt Banner-Hinweis ist also ein entsprechendes Samsung-Gerät die Voraussetzung.