Analyse

Wie lange bekommt mein iPhone Updates? Alle Modelle & iOS-Versionen

Die große Referenz: Jedes iPhone mit seiner maximalen iOS-Version und einer Prognose, wie lange es Updates bekommt. iOS 26 und iOS 27 laufen ab dem iPhone 11 – XR, XS und älter sind raus.

Veröffentlicht 12. August 2026Von Martin FrostAktualisiert 29. August 202617 Min. Lesezeit
Wie lange bekommt mein iPhone Updates? Alle Modelle & iOS-Versionen

Ein iPhone bekommt in der Regel sechs bis acht Jahre lang große iOS-Updates – danach noch ein bis zwei Jahre reine Sicherheitsupdates. Die aktuelle Version iOS 26 läuft auf jedem iPhone ab dem iPhone 11 (2019); das kommende iOS 27 (Herbst 2026) übernimmt exakt dieselbe Geräteliste. Modelle wie das iPhone XR, XS und XS Max sind bei iOS 18 stehen geblieben. In der großen Tabelle weiter unten findest du dein Modell mit der maximal möglichen iOS-Version und einer Einschätzung, wie lange es noch Updates bekommt – darunter Grafiken, ein iPhone-vs-Android-Vergleich, ein Modell-für-Modell-Check und alles, was du über Sicherheit, „Batterygate" und den Gebrauchtkauf wissen musst.

Dieser Ratgeber ist unsere laufend gepflegte Referenz: Wir aktualisieren ihn zu jeder neuen iOS-Version. Denn ob dein iPhone noch Updates erhält, entscheidet nicht nur über neue Funktionen, sondern vor allem über deine Sicherheit – ein iPhone ohne Sicherheitsupdates wird mit der Zeit angreifbar.

Sofort-Check: Wie lange wird dein iPhone unterstützt?

Wähle dein Modell und du siehst direkt, wie lange es noch Updates bekommt, ob Apple Intelligence läuft und ob sich behalten, ein Akkutausch oder ein Wechsel lohnt. Die ausführliche Tabelle mit allen Modellen folgt darunter.

Wird unterstützt

Dein iPhone 13 ist noch voll dabei

≈ 9 Jahreerwarteter Support · 2021–2030 · noch ~4 Jahre offen
heute 2026
20212030
Große iOS-UpdatesSicherheitsupdates
Unterstützte iOSiOS 15 – 26+
Aktuelles iOSiOS 26
Bekommt iOS 27Ja
Große Updates noch~2 Jahre
Apple IntelligenceNein
Reparatur / ErsatzteileNähert sich dem Vintage-Status – Ersatzteile werden knapper

Apple Intelligence gibt es erst ab iPhone 15 Pro sowie der 16er- und 17er-Reihe – ältere Modelle bekommen zwar iOS 26, aber nicht die KI-Funktionen.

Entspannt behalten

Voll unterstützt, kein Handlungsbedarf. Genieß dein iPhone weiter.

Update-Wecker

Sollen wir dich erinnern, wenn sich beim iPhone 13 etwas ändert?

Eine Mail, wenn eine neue Systemversion für dieses Modell erscheint, wenn es nur noch Sicherheitsupdates gibt oder wenn der Support endet. Sonst hörst du nichts von uns.

Infografik: Update-Historie aller iPhone-Generationen 2007 bis 2026 mit unterstützten iOS-Versionen und Supportdauer je Modell
Die komplette iPhone-Update-Historie auf einen Blick: gelieferte iOS-Hauptversionen (dunkel) plus Sicherheitsupdates und Prognose (hell). Das iPhone 11 hält mit iOS 13 bis 27 den Rekord.

Die große iPhone-Update-Tabelle: jedes Modell und seine maximale iOS-Version

Die Tabelle ist nach Erscheinungsjahr sortiert (neu nach alt). „Maximale iOS-Version" ist die höchste Version, die auf dem Modell offiziell läuft. „Update-Ausblick" ist unsere Einschätzung auf Basis des historischen Support-Musters – Apple selbst nennt keine festen End-Daten (mehr dazu weiter unten).

Alle 18 Modellreihen

iPhone-ModellJahrMax. iOSStatusUpdate-Ausblick
iPhone 18 Pro · 18 Pro Max · DuoAusgeliefert mit iOS 272026iOS 27 (ab Werk)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2033
iPhone 17eAusgeliefert mit iOS 262026iOS 27 folgtWird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2033
iPhone 17 · 17 Pro · 17 Pro Max · AirAusgeliefert mit iOS 262025iOS 26 (aktuell)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2032
iPhone 16eAusgeliefert mit iOS 182025iOS 26 (aktuell)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2032
iPhone 16 · 16 Plus · 16 Pro · 16 Pro MaxAusgeliefert mit iOS 182024iOS 26 (aktuell)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2031
iPhone 15 · 15 Plus · 15 Pro · 15 Pro MaxAusgeliefert mit iOS 172023iOS 26 (aktuell)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2030
iPhone 14 · 14 Plus · 14 Pro · 14 Pro MaxAusgeliefert mit iOS 162022iOS 26 (aktuell)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2029
iPhone SE (3. Generation)Ausgeliefert mit iOS 152022iOS 26 (aktuell)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2029
iPhone 13 · 13 mini · 13 Pro · 13 Pro MaxAusgeliefert mit iOS 152021iOS 26 (aktuell)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2028
iPhone 12 · 12 mini · 12 Pro · 12 Pro MaxAusgeliefert mit iOS 142020iOS 26 (aktuell)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2027
iPhone SE (2. Generation)Ausgeliefert mit iOS 132020iOS 26 (aktuell)Wird unterstütztUpdates bis voraussichtlich ~2027
iPhone 11 · 11 Pro · 11 Pro MaxAusgeliefert mit iOS 132019iOS 26 · iOS 27 folgtWird unterstütztiOS 27 wird das letzte große Update; danach Sicherheitsupdates bis ~2028
iPhone XR · XS · XS MaxAusgeliefert mit iOS 122018iOS 18Nur SicherheitKein großes iOS mehr; Sicherheitsupdates voraussichtlich bis ~2027
iPhone X · 8 · 8 PlusAusgeliefert mit iOS 112017iOS 16Support beendetSicherheitsupdates bis 2026 (iOS 16.7.16) – jetzt beendet
iPhone 7 · 7 Plus · SE (1. Gen)Ausgeliefert mit iOS 10 / 92016iOS 15Support beendetSicherheitsupdates bis 2026 (iOS 15.8.8) – jetzt beendet
iPhone 6s · 6s PlusAusgeliefert mit iOS 92015iOS 15Support beendetSicherheitsupdates bis 2026 (iOS 15.8.8) – rund 11 Jahre Support, jetzt beendet
iPhone 6 · 6 Plus · 5sAusgeliefert mit iOS 8 / 72014 / 2013iOS 12Support beendetSicherheitsupdates bis 2023 (iOS 12.5.7) – jetzt beendet
iPhone 5 · 5c und älterAusgeliefert mit iOS 6 und älterbis 2013iOS 10 und niedrigerSupport beendetSupport ausgelaufen
aktuelle iOS-Updates nur noch Sicherheitsupdates Support beendet

Stand: iOS 26 ist die aktuelle Version, iOS 27 erscheint im Herbst 2026. Diese Übersicht aktualisieren wir mit jeder neuen iOS-Generation.

Zeitstrahl: bis zu welchem Jahr die iPhone-Modelle voraussichtlich iOS-Updates erhalten
Der Support-Zeitstrahl zeigt auf einen Blick, wie lange die einzelnen Modelle noch mit Updates versorgt werden – von „ausgelaufen" bis weit in die 2030er.

Update-Wecker

Wir sagen dir Bescheid, wenn sich bei deinem iPhone etwas ändert

Diese Seite beantwortet die Frage für heute. Die Antwort ändert sich aber mit jeder iOS-Generation. Statt hier nachzusehen, bekommst du eine Mail – meist einmal im Jahr:

  • Wenn eine neue iOS-Version erscheint – mit oder ohne dein Modell.
  • Wenn es für dein Modell nur noch Sicherheitsupdates gibt.
  • Wenn der Support endet.

Wie viele große iOS-Updates bekam jedes iPhone?

Ein Blick zurück zeigt, wie verlässlich das Muster ist: Fast jedes iPhone hat zwischen sechs und acht große iOS-Versionen erhalten. Das iPhone 11 von 2019 knackt mit iOS 27 sogar die Acht – ein Rekord, der zeigt, dass Apple die Update-Dauer zuletzt eher ausgeweitet hat.

Balkendiagramm: Anzahl der großen iOS-Versionen, die jedes iPhone-Modell erhalten hat
Anzahl großer iOS-Versionen pro Modell. Der Schnitt liegt bei rund sieben – Android-Hersteller ziehen erst seit Kurzem nach.

Zum Vergleich, wie stark sich das entwickelt hat: Das iPhone 3G von 2008 bekam gerade einmal zwei große Updates, das iPhone 4 drei. Erst ab der iPhone-6s-Generation (2015) pendelte sich die lange Versorgung ein, die Apple heute zum Verkaufsargument macht.

Der Mythos „Updates machen mein iPhone langsam"

Kaum ein Thema wird hitziger diskutiert: Macht Apple alte iPhones per Update absichtlich langsam, damit du ein neues kaufst? Die ehrliche Antwort ist ein klares Jein – und die Geschichte dahinter lohnt sich.

2017 kam heraus, dass Apple mit iOS 10.2.1 die Leistung älterer iPhones (iPhone 6, 6s, 7, SE) drosselt. Der Grund war technisch nachvollziehbar: Ein gealterter Akku kann kurze Leistungsspitzen nicht mehr liefern, das iPhone schaltet sich dann plötzlich ab. Die Drosselung verhinderte diese Abstürze. Das Problem war nicht die Technik, sondern dass Apple es verschwieg – Nutzer dachten, ihr iPhone sei einfach „zu alt", und kauften teils ein neues, obwohl ein Akkutausch das Problem gelöst hätte.

Der Aufschrei war gewaltig – „Batterygate". Die Folgen:

  • Frankreichs Wettbewerbsbehörde verhängte 25 Millionen Euro Strafe (2020), weil Apple die Drosselung nicht transparent gemacht hatte.
  • In den USA einigte sich Apple auf einen Vergleich von rund 500 Millionen US-Dollar mit betroffenen Nutzern.
  • Apple entschuldigte sich, senkte den Preis für Akkutausche und baute mit iOS 11.3 die Anzeige „Batteriezustand" ein – inklusive Schalter, um die Drosselung selbst abzuschalten.

Trotzdem gilt: Neue iOS-Versionen sind für die neuesten iPhones optimiert. Auf einem sehr alten Modell kann das jüngste iOS träger wirken, weil Animationen und Funktionen für schnellere Chips gedacht sind. Ein großes Update kurz vor Support-Ende auf einem betagten Gerät zu installieren, ist deshalb Abwägungssache – Sicherheitsupdates dagegen solltest du immer nehmen.

Welche iPhones bekommen iOS 26 und iOS 27?

Sowohl iOS 26 (aktuell) als auch iOS 27 (Release im Herbst 2026) setzen mindestens den A13-Bionic-Chip voraus. Unterstützt werden also alle Modelle ab dem iPhone 11 sowie das iPhone SE der 2. und 3. Generation. Erstmals seit Jahren streicht Apple mit iOS 27 kein weiteres Modell – die Geräteliste bleibt identisch zu iOS 26.

Damit ist eine Zäsur verbunden: Das iPhone XR, XS und XS Max (alle mit A12-Chip aus 2018) sind bei iOS 18 stehen geblieben. Sie funktionieren weiter, erhalten aber keine neuen Funktionen mehr.

Warum bekommt ein iPhone ein Update und das andere nicht?

Apple richtet sich vor allem nach zwei Bauteilen: dem Chip und dem Arbeitsspeicher. Neue iOS-Funktionen – besonders die KI-Features – brauchen genug Rechenleistung und RAM, sonst würde das Betriebssystem auf alten Geräten ruckeln oder Akku fressen. Die aktuelle Grenze verläuft beim A13-Chip des iPhone 11: Er hat die nötige Leistung und 4 GB RAM, der ältere A12 im iPhone XS/XR nicht mehr im gewünschten Maß.

Deshalb fallen Modelle meist im Verbund mit ihrer Chip-Generation aus dem Support – nicht einzeln. Wer wissen will, wie zukunftssicher ein iPhone ist, schaut also weniger auf das Modelljahr als auf die Chip-Generation: Je neuer der A-Chip, desto länger die zu erwartende Update-Versorgung. Ein iPhone mit brandneuem Chip zu Beginn seines Zyklus zu kaufen, bringt also die längste Update-Zukunft.

Wie lange unterstützt Apple ein iPhone wirklich?

Apple gibt – anders als etwa Google für Pixel-Smartphones – keine offizielle Support-Zusage in Jahren. In der Praxis lässt sich der Rhythmus aber gut ablesen:

  • Große iOS-Updates: meist sechs bis acht Jahre. Das iPhone 6s von 2015 erhielt sieben große Versionen (iOS 9 bis 15), das iPhone 11 von 2019 sogar acht (iOS 13 bis 27).
  • Sicherheitsupdates: Nach dem letzten großen iOS liefert Apple für ältere Modelle noch ein bis zwei Jahre wichtige Sicherheitskorrekturen nach – teils sogar für die vorletzte iOS-Generation.

Unterm Strich ist ein iPhone also gut acht bis zehn Jahre lang sicher nutzbar – deutlich länger als die meisten Android-Geräte, auch wenn Apple die Dauer nicht garantiert. Tendenziell hat Apple den Support in den letzten Jahren sogar verlängert: Der A13-Chip im iPhone 11 wird inzwischen über acht Jahre gepflegt.

iPhone vs. Android: Wer liefert länger Updates?

Lange war Apple konkurrenzlos bei der Update-Dauer. Das hat sich geändert: Google verspricht für das Pixel 8 und neuer (ab 2023) volle sieben Jahre Betriebssystem- und Sicherheitsupdates, Samsung zog mit der Galaxy-S24-Reihe (ab 2024) nach. Der große Unterschied: Diese Hersteller garantieren den Zeitraum schriftlich, während Apple ihn nur faktisch liefert.

Vergleich der Update-Dauer: Apple iPhone, Google Pixel, Samsung Galaxy, typisches Android und EU-Mindestpflicht
Apple liefert inoffiziell sechs bis acht Jahre. Google und Samsung garantieren für ihre Top-Modelle sieben Jahre – der Rest des Android-Marktes liegt oft deutlich darunter.

Wichtig für alle Smartphones in der EU: Seit 20. Juni 2025 schreibt die EU-Ökodesign-Verordnung mindestens fünf Jahre Sicherheitsupdates nach Verkaufsende vor. Das ist eine Untergrenze – Apple, Google und Samsung liegen bei ihren aktuellen Geräten klar darüber. Bei günstigen Android-Handys unbekannter Marken bleibt die Update-Versorgung aber oft die Schwachstelle. Ein weiterer Apple-Vorteil: Der Konzern liefert Updates gleichzeitig an alle unterstützten Modelle, während viele Android-Updates monatelang durch Herstellerhände laufen.

Wie es auf der Android-Seite aussieht – von Samsung über Pixel bis Xiaomi –, zeigt unser Vergleich Wie lange bekommt mein Android-Handy Updates?.

Großes iOS-Update, Sicherheitsupdate, Apple Intelligence – was ist der Unterschied?

Rund um „Updates" werden mehrere Dinge oft verwechselt:

  • Große iOS-Version (z. B. iOS 26 → 27): einmal im Jahr, bringt neue Funktionen und Design. Nur für unterstützte Modelle.
  • Punkt-Update (z. B. iOS 26.1, 26.2): über das Jahr verteilt, enthält Fehlerbehebungen, kleinere Funktionen und – besonders wichtig – Sicherheitspatches.
  • Schnelle Sicherheitsmaßnahme (Rapid Security Response): kleine Notfall-Patches, die Apple zwischen den Updates ausliefert, um akute Lücken sofort zu schließen.
  • Sicherheits-Nachlieferung: Für Modelle, die kein großes iOS mehr bekommen, veröffentlicht Apple gezielt Patches gegen aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken.

Für deine Sicherheit zählen vor allem die letzten drei Kategorien. Solange dein iPhone Punkt- oder Sicherheitsupdates erhält, ist es geschützt – auch wenn es die neueste iOS-Hauptversion nicht mehr bekommt.

Sicherheit im Detail: Was ohne Updates wirklich passiert

„Ich habe nichts zu verbergen" ist beim Thema iPhone-Sicherheit ein Trugschluss. Ein iPhone ohne Updates ist nicht sofort gehackt – aber jede bekannt gewordene Lücke, die Apple nicht mehr schließt, bleibt für immer offen. Angreifer wissen das und suchen gezielt nach alten Geräten.

Wie ernst das sein kann, zeigt die Spähsoftware Pegasus der Firma NSO Group: Über eine sogenannte Zero-Click-Lücke im iMessage-Dienst (Codename „FORCEDENTRY") ließen sich iPhones komplett übernehmen, ohne dass das Opfer irgendetwas antippen musste – eine manipulierte Nachricht genügte. Betroffen waren vor allem Journalisten und Aktivisten. Apple schloss die Lücke per Update und führte mit iOS 16 den Sperrmodus (Lockdown Mode) ein, der besonders gefährdete Nutzer schützt. Genau solche Patches bekommt ein nicht mehr unterstütztes iPhone irgendwann nicht mehr.

Für normale Nutzer ist das Risiko im Alltag geringer als bei einem gezielt angegriffenen Aktivisten – aber es ist real: Phishing-Seiten, bösartige Webinhalte und infizierte Anhänge nutzen oft genau die Lücken, die längst gepatcht wären. So minimierst du das Risiko auf einem älteren iPhone:

  • Installiere jede verfügbare Aktualisierung, solange dein Modell noch welche bekommt.
  • Aktiviere überall die Zwei-Faktor-Authentifizierung und nutze einen Passwortmanager.
  • Verzichte auf sehr alten Geräten auf Banking-, Bezahl- und Behörden-Apps.
  • Sei besonders vorsichtig bei Links in Mails und Nachrichten von Unbekannten.

Software-Support ist nicht gleich Reparatur-Support: „Vintage" und „Obsolet"

Ein Punkt, der ständig verwechselt wird: iOS-Updates und Hardware-Reparaturen sind zwei verschiedene Dinge. Selbst wenn dein iPhone noch Updates bekommt, kann Apple die Ersatzteil-Versorgung getrennt davon einstufen:

  • Vintage: Ein Produkt gilt als „vintage", wenn Apple es seit fünf bis sieben Jahren nicht mehr verkauft. Reparaturen und Ersatzteile gibt es dann nur noch, solange Teile verfügbar sind.
  • Obsolet: Nach über sieben Jahren wird ein Produkt „obsolet". Apple und autorisierte Werkstätten bieten dann keinen Hardware-Service mehr an und können keine Teile mehr bestellen.

Für dich heißt das: Ein iPhone kann softwareseitig noch top versorgt sein, während ein Display- oder Akkutausch bei Apple bereits schwierig wird – oder umgekehrt ein iPhone ohne iOS-Updates noch problemlos repariert werden. Beim Gebrauchtkauf lohnt sich deshalb ein Blick auf beide Fristen. Freie Werkstätten und Drittanbieter-Teile können ein obsoletes Gerät oft trotzdem noch reparieren, wenn auch ohne Apple-Garantie.

iOS-Versionsgeschichte auf einen Blick

Zur Einordnung, welches große Update was gebracht hat – und auf welchen Modellen es noch läuft:

iOS-VersionJahrWichtigste Neuerungen
iOS 132019Dark Mode, überarbeitete Fotos-App, Swipe-Tastatur
iOS 142020Widgets auf dem Home-Bildschirm, App-Mediathek
iOS 152021Fokus-Modus, Live Text, SharePlay
iOS 162022Frei gestaltbarer Sperrbildschirm, Sperrmodus, Mitteilungen neu
iOS 172023StandBy-Modus, Kontaktposter, NameDrop
iOS 182024Mehr Anpassung, neues Kontrollzentrum, RCS-Nachrichten
iOS 262025„Liquid Glass"-Design, Apple Intelligence stark ausgebaut
iOS 272026Erscheint im Herbst 2026 (gleiche Geräteliste wie iOS 26)
Zwischen iOS 18 und iOS 26 liegt keine ausgelassene Version – Apple stellte die Nummerierung 2025 auf das Jahr um.

Modell für Modell: Soll ich mein iPhone behalten?

Die Tabelle sagt dir das „bis wann", hier kommt das „was heißt das für mich". Der Reihe nach durch die noch relevanten Modelle:

  • iPhone 17 / Air (2025): Neuestes Topmodell, volle Apple Intelligence, Updates weit in die 2030er. Klar behalten.
  • iPhone 16 / 16e (2024/2025): Rundum aktuell inklusive KI-Features. Kein Grund für einen Wechsel – hält viele Jahre.
  • iPhone 15 (2023): Voll unterstützt. Nur das 15 Pro beherrscht Apple Intelligence, das reguläre 15 nicht. Für die meisten trotzdem mehr als genug.
  • iPhone 14 (2022): Bekommt weiter jedes iOS, aber keine KI-Funktionen. Solides Gerät für die nächsten Jahre – behalten, solange es dir reicht.
  • iPhone 13 (2021): Immer noch ein sehr gutes iPhone mit voller Update-Versorgung bis ca. 2028. Der Klassiker zum Behalten – ein Akkutausch macht es wieder wie neu.
  • iPhone 12 (2020): Läuft aktuell, nähert sich aber dem Ende der großen Updates (ca. 2027). Behalten ja, aber beim nächsten Akku-Schwächeln über einen Wechsel nachdenken.
  • iPhone SE 2 / SE 3 (2020/2022): Günstige, kompakte Geräte mit überraschend langer Versorgung dank moderner Chips. Ideal als Zweit- oder Einsteiger-iPhone.
  • iPhone 11 (2019): Bekommt mit iOS 27 sein letztes großes Update, danach noch Sicherheitspatches. Noch voll alltagstauglich – aber der richtige Zeitpunkt, den Wechsel zu planen.
  • iPhone XR / XS und älter: Kein neues iOS mehr. Für sicherheitskritische Nutzung solltest du mittelfristig wechseln.

Als Faustregel: Bis einschließlich iPhone 13 lohnt sich fast immer das Behalten (ggf. mit neuem Akku). Ab iPhone 11 abwärts wird der Wechsel zunehmend zur Sicherheitsfrage.

Entscheidungshilfe: behalten, updaten oder wechseln?

Ob du dein iPhone behältst, nur aktualisierst oder ersetzt, hängt an drei Fragen: Bekommt es noch Updates? Läuft es flüssig? Nutzt du sensible Apps? Diese Grafik führt dich in wenigen Schritten zur Entscheidung.

Entscheidungsbaum: behalten und updaten, weiter nutzen oder auf ein neues iPhone wechseln
In drei Fragen zur richtigen Entscheidung – von „entspannt behalten" bis „Wechsel einplanen".

Wenn ein Neukauf ansteht, hilft dir unser Vergleich iPhone 17 vs. iPhone 17e bei der Entscheidung zwischen Top-Modell und günstigerem Einstieg. Für langfristige Update-Sicherheit gilt: je neuer die Chip-Generation, desto besser.

Was tun, wenn dein iPhone keine Updates mehr bekommt?

Ein iPhone ohne Sicherheitsupdates ist nicht sofort unbrauchbar, aber mit jedem Monat riskanter – vor allem für Online-Banking, Mails und Passwörter. So gehst du sinnvoll vor:

  • Prüfe deine iOS-Version: unter Einstellungen > Allgemein > Info und Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate.
  • Installiere das letzte verfügbare Update: Viele ältere iPhones laufen unnötig auf veralteten Ständen. Wenn dabei zu wenig Platz frei ist, hilft dir unser Ratgeber zum Thema iPhone-Speicher voll.
  • Reduziere das Risiko: Nutze auf sehr alten Geräten keine sensiblen Apps mehr (Banking, Bezahlen) und aktiviere die Zwei-Faktor-Authentifizierung überall.
  • Gib dem Gerät einen zweiten Job: Ein altes iPhone taugt weiter als Wecker, Musik-Player, Dashcam, Babyphone, Smart-Home-Steuerung oder Kamera fürs Kinderzimmer – ganz ohne sensible Daten.
  • Plane den Wechsel: Ein noch unterstütztes gebrauchtes Modell (etwa iPhone 12 oder 13) ist oft die günstigste Art, wieder viele Jahre Sicherheit zu bekommen.

So verlängerst du die sinnvolle Lebensdauer deines iPhones

Zwischen „bekommt Updates" und „macht noch Spaß" liegt einiges, das du selbst in der Hand hast. Mit diesen Gewohnheiten hält dein iPhone spürbar länger durch:

  • Akku pflegen: Lass „Optimiertes Laden" aktiviert und vermeide dauerhafte Hitze. Sinkt die maximale Kapazität unter 80 %, ist ein Akkutausch die günstigste Verjüngungskur.
  • Speicher frei halten: Ein volles iPhone wird langsam und kann Updates nicht installieren. Halte ein paar Gigabyte frei.
  • Updates zeitnah einspielen: Gerade Sicherheits- und Punkt-Updates schließen konkrete Lücken – aufschieben bringt nichts.
  • Regelmäßig neu starten: Ein Neustart alle paar Tage räumt den Arbeitsspeicher auf und beugt Rucklern vor.
  • Backups machen: Ein aktuelles iCloud- oder Computer-Backup macht dich unabhängig vom Gerät – und den späteren Umzug auf ein neues iPhone stressfrei.

Gebraucht-Kauf-Checkliste: zukunftssicher kaufen

Ein gebrauchtes iPhone ist die günstigste Art, lange Update-Sicherheit zu bekommen – wenn du auf die richtigen Punkte achtest:

  • Update-Jahre übrig: Nimm mindestens ein iPhone 12 oder 13, damit noch mehrere Jahre iOS-Updates drin sind. Ältere Modelle sind günstiger, aber näher am Support-Ende.
  • Aktivierungssperre: Der Verkäufer muss das iPhone vollständig zurückgesetzt und aus „Wo ist?" entfernt haben. Ein Gerät mit fremder Apple-ID ist unbrauchbar.
  • Batteriezustand: Unter Einstellungen > Batterie die maximale Kapazität prüfen. Unter 85 % solltest du einen Akkutausch einkalkulieren.
  • Vintage-Status: Prüfe, ob das Modell bei Apple schon als „vintage" oder „obsolet" gilt – das entscheidet über künftige Reparaturen.
  • IMEI-Check: Lass dir die Seriennummer geben und prüfe, dass das Gerät nicht als gestohlen oder gesperrt gemeldet ist.

Kleines Glossar: die wichtigsten Begriffe

  • iOS: Das Betriebssystem des iPhones. Jede große Version erscheint einmal jährlich.
  • Sicherheitsupdate: Aktualisierung, die Sicherheitslücken schließt – auch für Modelle ohne neues großes iOS.
  • Rapid Security Response: Kleiner Notfall-Patch zwischen den regulären Updates.
  • Apple Intelligence: Apples KI-Funktionen, erst ab iPhone 15 Pro bzw. iPhone 16/17.
  • Vintage / Obsolet: Apple-Einstufung für die Reparatur-Versorgung (5–7 bzw. über 7 Jahre nach Verkaufsende).
  • Aktivierungssperre: Koppelt das iPhone an eine Apple-ID und schützt es vor Fremdnutzung – wichtig beim Gebrauchtkauf.
  • Sperrmodus (Lockdown Mode): Extra-Schutz gegen gezielte Angriffe, ab iOS 16.

Behalten oder aufrüsten? Empfehlung nach Modell

Zusammengefasst als schnelle Orientierung:

  • iPhone 13, 14, 15, 16, 17: Entspannt behalten. Diese Modelle bekommen noch viele Jahre Updates.
  • iPhone 11, 12, SE (2020/2022): Noch voll versorgt, aber die ältesten unter ihnen nähern sich dem Ende der großen Updates. Kein akuter Handlungsbedarf – beim nächsten Neukauf aber im Blick behalten.
  • iPhone XR, XS, XS Max: Solide Alltagsgeräte, aber ohne neue iOS-Funktionen. Für sicherheitskritische Nutzung mittelfristig einen Wechsel einplanen.
  • iPhone X, 8 und älter: Update-Support beendet – ein Umstieg lohnt sich, gerade wenn du das Gerät für Banking oder Einkäufe nutzt.

Passend dazu: iPhone-Backup erstellen.

Kurz beantwortet

Häufige Fragen

Wie lange bekommt das iPhone 11 noch Updates?

Das iPhone 11 erhält mit iOS 27 im Herbst 2026 voraussichtlich sein letztes großes iOS-Update. Danach sind noch etwa ein bis zwei Jahre Sicherheitsupdates zu erwarten – also grob bis 2028.

Wie lange bekommt das iPhone 12 und 13 Updates?

Beide werden aktuell voll unterstützt und bekommen iOS 26 sowie iOS 27. Nach dem historischen Muster sind große Updates für das iPhone 12 etwa bis 2027 und für das iPhone 13 bis rund 2028 realistisch, plus anschließende Sicherheitsupdates.

Bekommt das iPhone XR oder XS noch iOS 26?

Nein. iPhone XR, XS und XS Max sind bei iOS 18 stehen geblieben und bekommen kein iOS 26. Sie erhalten aber vorerst noch vereinzelte Sicherheitsupdates.

Ist mein altes iPhone ohne Updates noch sicher?

Solange Apple Sicherheitsupdates liefert, ja. Fällt auch das weg, steigt das Risiko mit der Zeit. Nutze auf solchen Geräten möglichst keine sensiblen Apps mehr und wechsle mittelfristig auf ein unterstütztes Modell.

Macht Apple alte iPhones mit Updates absichtlich langsam?

Nicht den Prozessor. Belegt ist aber, dass Apple 2017 Geräte mit gealtertem Akku gedrosselt hat, ohne es zu erklären – der „Batterygate"-Skandal. Heute kannst du das im Batteriezustand einsehen und ein Akkutausch stellt die Leistung meist wieder her.

Warum gibt es kein iOS 19 bis 25?

Apple hat die Nummerierung 2025 auf das Jahr umgestellt. Auf iOS 18 (2024) folgte direkt iOS 26 (für 2025/2026). Die Versionen 19 bis 25 wurden übersprungen – dasselbe gilt für iPadOS, macOS und watchOS.

Wie sehe ich, welche iOS-Version ich habe?

Unter Einstellungen > Allgemein > Info steht deine aktuelle iOS-Version. Ob ein Update verfügbar ist, siehst du unter Einstellungen > Allgemein > Softwareupdate.

Muss ich jedes iOS-Update installieren?

Große Versionen kannst du kurz abwarten, bis erste Fehler behoben sind. Sicherheits- und Punkt-Updates solltest du dagegen zeitnah installieren – sie schließen konkrete Lücken.

Was ist Apple Intelligence und welches iPhone brauche ich dafür?

Apple Intelligence bündelt die KI-Funktionen von iOS. Dafür brauchst du mindestens ein iPhone 15 Pro oder ein Modell der iPhone-16- oder iPhone-17-Reihe. Ältere Modelle laufen mit iOS 26, ohne diese KI-Features.

Wann kommt iOS 27?

iOS 27 wird traditionell im September 2026 zusammen mit den neuen iPhones veröffentlicht. Die Geräteliste entspricht der von iOS 26 – unterstützt werden alle iPhones ab dem iPhone 11.

Wie lange gibt es nach dem letzten großen iOS noch Sicherheitsupdates?

Meist ein bis zwei Jahre. Apple veröffentlicht für die vorherige iOS-Generation weiterhin Patches gegen kritische, aktiv ausgenutzte Sicherheitslücken.

Bekommt Android genauso lange Updates wie das iPhone?

Bei den Top-Modellen inzwischen ja: Google Pixel (ab Pixel 8) und Samsung Galaxy (ab S24) bieten sieben Jahre Updates. Der Großteil des Android-Marktes liegt aber deutlich darunter, während Apple über die ganze Modellpalette hinweg lange unterstützt.

Was bedeutet „vintage" oder „obsolet" bei meinem iPhone?

Das betrifft die Hardware-Reparatur, nicht die iOS-Updates. „Vintage" heißt, das Modell wurde vor fünf bis sieben Jahren zuletzt verkauft (Ersatzteile nur noch begrenzt). „Obsolet" bedeutet über sieben Jahre – dann gibt es keinen Apple-Hardware-Service mehr.

Sollte ich die iOS-Beta installieren?

Für dein Hauptgerät eher nicht. Betas bringen neue Funktionen früher, sind aber oft instabil und können Akku und Apps stören. Wenn überhaupt, nutze sie nur auf einem Zweitgerät.

Lohnt sich ein gebrauchtes iPhone XR oder XS noch?

Für einfache Aufgaben ja, für langfristige Nutzung eher nicht: Ohne neue iOS-Versionen und mit absehbar endenden Sicherheitsupdates ist ein gebrauchtes iPhone 12 oder 13 die zukunftssicherere Wahl.

Kann ich ein altes iPhone ohne Updates noch sinnvoll nutzen?

Ja. Als Wecker, Musik-Player, Smart-Home-Fernbedienung, Dashcam oder Zweitkamera leistet es weiter gute Dienste – am besten ohne Banking-, Bezahl- oder andere sensible Apps.

Fazit

iPhones gehören zu den am längsten mit Updates versorgten Smartphones überhaupt: sechs bis acht Jahre große iOS-Updates plus ein bis zwei Jahre Sicherheitsupdates. Aktuell zieht Apple die Grenze beim iPhone 11 – alles ab 2019 bekommt iOS 26 und iOS 27, das iPhone XR/XS und älter nicht mehr. Android hat bei den Top-Modellen aufgeholt, über die gesamte Palette bleibt Apple aber führend.

Nutze die Tabelle und Grafiken oben, um dein Modell einzuordnen. Entscheidend ist weniger die neueste Funktion als die Sicherheit: Solange dein iPhone Sicherheitsupdates bekommt, ist es gut aufgehoben – und ein Akkutausch bringt oft mehr als ein Neukauf. Wir halten diese Übersicht mit jeder neuen iOS-Version aktuell.

Quellen

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Über den Autor

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Martin Frost

Martin Frost ist Gründer und Herausgeber von TechPill. Er schreibt über Smartphones, Apps, digitale Dienste und verständliche Lösungen für den Technik-Alltag.

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KI im September 2026: Preise, Sicherheit und neue Modelle
02.09.2026

KI im September 2026: Preise, Sicherheit und neue Modelle

Von teurer Hardware über neue Transkriptions-KI bis zu riskanten Cyber-Modellen: Ein Überblick über die wichtigsten KI-Entwicklungen Anfang September 2026.