Das Volla Phone Quintus ist 2026 eines der interessantesten sofort einsatzbereiten Smartphones ohne vorinstallierte Google-Dienste. Sein größter Vorteil ist nicht die reine Rechenleistung, sondern die Kombination aus Volla OS 15, optionalem microG, Sicherheitsmodus und Multi-Boot mit Ubuntu Touch. Der Haken: Für aktuell 719 Euro trifft gehobene Mittelklasse-Hardware auf ein kleineres Software-Ökosystem, in dem Banking, Bezahlen, Android Auto und einzelne Push-Dienste vor dem Kauf geprüft werden müssen.
Das Wichtigste zum Volla Phone Quintus
- Stark: Google-freies Volla OS 15, kein Volla-Konto erforderlich, optionales microG, Aurora Store und F-Droid.
- Besonders: Ein zweites Betriebssystem wie Ubuntu Touch kann per Multi-Boot auf dem internen Speicher installiert werden.
- Hardware: 6,78-Zoll-AMOLED mit 120 Hz, Dimensity 7050, 8 GB RAM, 256 GB Speicher, 5G und 4.700-mAh-Akku.
- Kompromisse: kein microSD-Slot, kein kabelloses Laden, nur USB 2.0 und IP54 statt vollständigem Wasserschutz.
- App-Risiko: Viele Android-Apps laufen, aber Google Wallet, manche Banking-Apps, Firmenprofile und Play-Integrity-abhängige Dienste können scheitern.
- Kaufurteil: sinnvoll für Datenschutz-orientierte Nutzer, die ein fertiges System und Multi-Boot höher gewichten als maximale Kamera- und Spieleleistung.
Volla Phone Quintus: technische Daten im Überblick
| Display | 6,78 Zoll AMOLED, 2.400 × 1.080 Pixel, 120 Hz, 650 Nits typisch, bis 980 Nits HBM |
|---|---|
| Prozessor | MediaTek Dimensity 7050, acht Kerne bis 2,6 GHz, Mali-G68 MC4 |
| Arbeitsspeicher | 8 GB RAM |
| Speicher | 256 GB intern, nicht per microSD erweiterbar |
| Hauptkamera | 50 MP Weitwinkel, 8 MP Ultraweitwinkel, 2 MP Makro |
| Frontkamera | 15,9 MP |
| Video | laut Volla bis 4K mit 30 Bildern pro Sekunde |
| Mobilfunk | 2G, 3G, 4G und 5G; zwei Nano-SIM-Karten |
| Funk | Wi-Fi 6, Bluetooth 5.2 LE, NFC, FM-Radio, GNSS |
| Anschluss | USB-C 2.0 mit USB-OTG; PD 3.0 für Schnellladen erforderlich |
| Akku | 4.600 mAh Nennkapazität, 4.700 mAh typische Kapazität |
| Schutz | IP54 gegen Staub und Spritzwasser unter definierten Testbedingungen |
| Maße/Gewicht | 164,15 × 74,7 × 8,75 mm; 204,6 Gramm |
| Betriebssystem | Volla OS 15 oder Ubuntu Touch; Multi-Boot bei Volla OS |
| Preis | 719 Euro laut Volla-Produktseite, geprüft am 4. Juli 2026 |
Hardware-Einordnung: Premium-Preis, solide Mittelklasse
Der Dimensity 7050 ist ein effizienter 6-nm-Chip für alltägliche Aufgaben, soziale Apps, Navigation, Videowiedergabe und normale Spiele. Zusammen mit 8 GB RAM sollte er Volla OS flüssig bedienen. Er ist aber nicht der Hauptgrund, 719 Euro auszugeben: Aktuelle Mainstream-Smartphones derselben Preisklasse bieten häufig schnellere Prozessoren, aufwendigere Kameraverarbeitung und längere etablierte Zubehörketten.
Der Mehrpreis fließt hier in ein vergleichsweise kleines, in Deutschland betreutes Produkt, die Google-freie Software, alternative Betriebssysteme und deren Pflege. Wer Preis-Leistung ausschließlich in Benchmark-Punkten misst, findet günstigere Geräte. Wer ein fertig geliefertes De-Googled-System ohne eigenes Flashen sucht, vergleicht eine andere Leistung.
Display: auf dem Papier eine Stärke
Das 6,78-Zoll-AMOLED ist groß, löst mit 2.400 × 1.080 Pixeln scharf auf und arbeitet mit bis zu 120 Hz. Volla nennt 650 Nits typische Helligkeit und bis zu 980 Nits im Hochhelligkeitsmodus. Das reicht laut Datenblatt für ein modernes Nutzungserlebnis, ersetzt aber keine eigene Messung von Farbdarstellung, PWM-Flimmern und Ablesbarkeit in direkter Sonne.
Die Größe hat eine praktische Folge: Mit 164,15 Millimetern Höhe und gut 205 Gramm ist das Quintus kein kompaktes Smartphone. Einhändige Bedienung und Hosentaschentauglichkeit solltest du vor dem Kauf gegen das große Display abwägen.
Speicher und Anschlüsse
256 GB interner Speicher sind großzügig, lassen sich beim Quintus jedoch nicht per microSD erweitern. Der USB-C-Anschluss arbeitet nur nach USB 2.0. Große lokale Backups und Videodateien werden dadurch langsamer übertragen als bei Geräten mit USB 3.x. Kabelloses Laden wird nicht unterstützt.
Die offizielle Anleitung nennt im Lieferumfang USB-C-Kabel, USB-C-Kopfhörer, USB-C-auf-3,5-mm-Adapter, transparente Schutzhülle und SIM-Werkzeug. Ein Netzteil wird dort nicht aufgeführt. Für schnelles Laden verlangt Volla ein kompatibles PD-3.0-Netzteil, nennt in der aktuellen Produktübersicht aber keine verbindliche maximale Ladeleistung.
Volla OS 15: Android ohne Google-Zwang
Volla OS basiert inzwischen auf Android 15. Es wird ohne Google Apps, Google Play-Dienste und Google Cloud ausgeliefert. Für die Einrichtung ist kein Volla-Konto notwendig. Das reduziert vorinstallierte Abhängigkeiten, bedeutet aber nicht, dass jede später installierte App automatisch datenschutzfreundlich ist.
Die auffälligste Änderung gegenüber normalem Android ist das Springboard. Statt eines klassischen Rasters stellt es Kontakte, Nachrichten, Notizen und häufige Aktionen in den Mittelpunkt. Eine gruppierte App-Übersicht bleibt erreichbar. Wer jahrelang Samsung One UI, Pixel Android oder iOS verwendet hat, muss sich an die andere Logik gewöhnen.
Apps installieren: Aurora Store, F-Droid und microG
Volla OS bringt zwei zentrale Bezugsquellen mit:
- Aurora Store greift auf das Android-App-Angebot zu und ermöglicht anonyme Downloads vieler Apps, die sonst über Google Play verteilt werden.
- F-Droid liefert freie Open-Source-Apps und aktualisiert auch bestimmte Systemanwendungen.
- microG lässt sich optional aktivieren, wenn eine App Schnittstellen der Google Play-Dienste benötigt.
microG verbessert Push-Benachrichtigungen, Standortfunktionen und die Kompatibilität vieler Apps. Es ist jedoch kein vollständiger, garantierter Ersatz für die originalen Play-Dienste. Apps können eine zertifizierte Geräteumgebung, Hardware-Attestierung oder bestimmte Play-Integrity-Stufen verlangen.
Funktionieren WhatsApp, Banking und Google-Apps?
| Anwendung | Mit Volla OS zu erwarten | Was du testen musst |
|---|---|---|
| WhatsApp, Signal, Telegram | Android-Versionen sind grundsätzlich installierbar | Push bei gesperrtem Display, Backup und Kontaktzugriff |
| Banking und TAN | Je nach Bank möglich oder blockiert | Beide Apps vollständig aktivieren, nicht nur starten |
| Google Maps | Über Aurora und mit microG teilweise nutzbar | Anmeldung, Standort, Offlinekarten und Navigation |
| Google Wallet | Nicht als verlässliche Funktion einplanen | Kartenanbieter und Geräteintegrität entscheiden |
| Android Auto | Keine pauschale Funktionsgarantie | Mit dem konkreten Fahrzeug, Kabel und microG testen |
| Streaming | Apps können laufen | DRM-Auflösung, Downloads und Casting prüfen |
| Firmenprofil/MDM | Kann an Compliance-Regeln scheitern | Vorher die IT-Abteilung fragen |
| Wearables | Hersteller-App kann installierbar sein | Kopplung, Hintergrundbetrieb und Benachrichtigungen |
Wenn eine App absolut unverzichtbar ist, solltest du keine Kaufentscheidung auf Forenmeldungen oder einer allgemeinen Kompatibilitätsliste aufbauen. App-Version, Bankrichtlinie und Integritätsprüfung können sich jederzeit ändern. Ein Rückgaberecht oder ein vorheriger Test auf einem Volla-Gerät ist wertvoller als eine alte Erfolgsmeldung.
Sicherheitsmodus: mehr als nur „Google-frei“
Der Sicherheitsmodus ist eine der eigenständigsten Funktionen von Volla OS. Er bündelt drei Werkzeuge:
- App Locker: ausgewählte Apps werden vollständig blockiert und verhalten sich während des aktiven Modus wie nicht installiert.
- Firewall: Internetadressen und Domains können blockiert oder gezielt erlaubt werden. Vorlagen decken unter anderem Tracker, Phishing- und Malware-Domains ab.
- App Firewall: einzelnen Apps lässt sich der komplette Internetzugriff entziehen.
Das ist praktisch für sensible Situationen, Kindergeräte oder kleine Unternehmen mit klar definierten App-Regeln. Es ersetzt aber keine Updates, sichere Passwörter, Zwei-Faktor-Anmeldung und sorgfältige App-Auswahl. Eine riskante APK bleibt riskant, auch wenn andere Tracker geblockt werden.
Volla beschreibt das ausgelieferte System außerdem als signiert, mit gesperrtem Bootloader und verschlüsseltem Gerätespeicher. Wer selbst ein anderes System installiert, muss prüfen, welchen Sicherheitszustand der Bootloader danach besitzt und wie Updates verteilt werden.
Multi-Boot: Volla OS und Ubuntu Touch auf einem Gerät
Das Quintus kann ein zweites Betriebssystem im internen Speicher führen. Laut Handbuch benötigt die Einrichtung mindestens 40 GB freien Speicher, wenn 30 GB für das zweite System reserviert werden sollen. Nach dem Neustart wählst du das gewünschte System mit den Lautstärketasten und bestätigst mit der Ein/Aus-Taste.
Multi-Boot ist ein echter Mehrwert für Entwickler und neugierige Nutzer: Volla OS bleibt das kompatiblere Android-System, während Ubuntu Touch ein unabhängigeres Linux-Erlebnis bietet. Gleichzeitig steigen Komplexität und Fehlerfläche. Backups, Updates und verfügbare Speicherkapazität müssen für beide Umgebungen geplant werden.
Volla OS oder Ubuntu Touch?
| Kriterium | Volla OS 15 | Ubuntu Touch |
|---|---|---|
| Basis | Android 15 ohne Google-Komponenten ab Werk | Mobiles GNU/Linux mit Lomiri |
| Apps | Android-Apps über Aurora/F-Droid | OpenStore, Web-Apps und Waydroid |
| Alltagstauglichkeit | Für normale Android-Nutzung näher am Mainstream | Stärker von App-Auswahl und Linux-Kenntnissen abhängig |
| Banking | Je nach App und Integritätsprüfung | Native App meist nicht vorhanden; Waydroid ohne Garantie |
| Google-Abhängigkeit | microG optional | Keine native Google-Integration |
| Zielgruppe | Datenschutzorientierte Android-Nutzer | Linux-Fans, Entwickler und Experimentierfreudige |
Waydroid startet unter Ubuntu Touch ein Google-freies Android in einem Container. Volla bietet dafür einen Helper an. Das erweitert die App-Auswahl, kann aber mehr Akku verbrauchen und löst Play-Integrity-Probleme nicht zuverlässig. Für ein einziges wichtiges Banking- oder Firmenprogramm solltest du Ubuntu Touch deshalb nicht blind einplanen.
Volla Cloud und Konto-Zwang
Das Smartphone funktioniert ohne Volla-Konto. Die optionale Volla Cloud basiert laut Hersteller auf Holochain und soll Daten direkt zwischen ausgewählten Kontakten beziehungsweise Geräten austauschen, statt sie in einem zentralen Rechenzentrum abzulegen. Zu den vorgesehenen Anwendungen gehören Kommunikation und Wiederherstellung.
Für eine Kaufentscheidung solltest du das als separates, sich entwickelndes Ökosystem betrachten. Entscheidend ist, welche Funktion in deiner installierten Softwareversion stabil verfügbar ist. Nutze für kritische Fotos, Kontakte und Zwei-Faktor-Codes weiterhin mindestens ein zusätzliches, überprüfbares Backup.
Display, Kamera und Leistung im Alltag
Leistung
Dimensity 7050 und 8 GB RAM bilden eine solide Basis für Browser, Navigation, Kommunikation, Office und Medien. Anspruchsvolle 3D-Spiele, langes 4K-Editing und maximale Kamera-Nachbearbeitung sind nicht die Kernkompetenz. Volla OS verzichtet auf viele Hintergrunddienste, doch daraus lässt sich ohne vergleichbare Messung kein pauschaler Geschwindigkeitsvorteil ableiten.
Kamera
Das Datenblatt nennt 50 MP Hauptkamera, 8 MP Ultraweitwinkel und 2 MP Makro. Megapixel allein bestimmen keine Bildqualität. Sensorgröße, Optik, Stabilisierung und Softwareverarbeitung sind mindestens ebenso wichtig. Gerade bei wenig Licht haben große Mainstream-Hersteller durch ihre Bildverarbeitung einen deutlichen Entwicklungsvorsprung.
Bis eigene TechPill-Testfotos vorliegen, wäre eine Aussage wie „sehr gute Kamera“ nicht seriös. Käufer sollten Beispielbilder in voller Auflösung prüfen und besonders Nachtaufnahme, Hauttöne, Gegenlicht, Ultraweitwinkel und Video-Stabilisierung vergleichen.
Akku
Volla nennt 4.700 mAh typische Kapazität. Eine konkrete Laufzeit lässt sich daraus nicht ableiten, weil Displayhelligkeit, 120-Hz-Modus, Mobilfunk, microG, App-Mix und Multi-Boot-Nutzung stark hineinspielen. Der bisherige TechPill-Text bezeichnete den Akku als wechselbar; dafür finden wir in der aktuellen offiziellen Quintus-Dokumentation keine Nutzeranleitung. Wir führen ihn deshalb nicht als austauschbare Kaufstärke.
Die praktische Prüfmethode ist einfacher: Nach Einrichtung aller Apps einen normalen Tag mit WLAN, 5G, Navigation und Kamera nutzen und unter den Akku-Einstellungen Displayzeit, Restkapazität und auffällige Hintergrundverbraucher dokumentieren.
Updates und erwartbare Nutzungsdauer
Volla verspricht für seine Geräte Systemupdates über mindestens fünf Jahre. Das Quintus erhält Volla OS 15; Updates werden unter Einstellungen > System > Updater installiert. System-Apps können zusätzlich über F-Droid und andere Apps über Aurora aktualisiert werden.
Bei Ubuntu Touch kommen Systemupdates über die UBports-Kanäle. Für Multi-Boot-Installationen nennt Volla einen eigenen Updateweg im Boot Manager. Wichtig ist die Trennung: Ein neues Android-Basisupdate, App-Updates, Firmware und Ubuntu-Touch-Updates sind unterschiedliche Ebenen.
Reparatur, Wasser- und Staubschutz
Das Quintus ist nach IP54 geprüft. Das bedeutet Schutz gegen Staub in schädigender Menge und Spritzwasser unter definierten Bedingungen, aber keinen Schutz für Untertauchen. Volla warnt selbst davor, dass Flüssigkeitsschäden trotz Klassifizierung möglich sind.
Für Reparaturen verweist Volla in Deutschland und der EU auf einen zertifizierten Servicepartner. Display, Glasrückseite und der nicht als nutzerwechselbar dokumentierte Akku machen das Gerät weniger selbst reparierbar als ein Fairphone. Nachhaltigkeit sollte deshalb nicht nur an langen Updates, sondern auch an Ersatzteilverfügbarkeit, Reparaturpreis und tatsächlicher Demontierbarkeit gemessen werden.
Volla Phone Quintus gegen die wichtigsten Alternativen
| Alternative | Vorteil gegenüber Quintus | Vorteil des Quintus |
|---|---|---|
| Google Pixel mit GrapheneOS | Stärker gehärtetes Sicherheitskonzept und Sandboxed Google Play | Fertig Google-frei erhältlich, Ubuntu Touch und Multi-Boot |
| Murena/Fairphone mit /e/OS | Modularere Hardware und breites /e/OS-Ökosystem | Eigenständiger Sicherheitsmodus und Ubuntu-Touch-Option |
| Fairphone mit Ubuntu Touch | Reparierbarkeit und modulare Ersatzteile | Volla OS und Multi-Boot aus einer Herstellerhand |
| Normales Android-Smartphone | Mehr Leistung, Kameraqualität und garantierte App-Kompatibilität pro Euro | Kein Google-Konto nötig, weniger vorinstallierte Google-Abhängigkeit |
Unser ausführlicher Ratgeber zu alternativen Smartphone-Betriebssystemen erklärt die Unterschiede zwischen GrapheneOS, CalyxOS, /e/OS, LineageOS, Ubuntu Touch, Sailfish OS und postmarketOS.
Für wen lohnt sich das Volla Phone Quintus?
Kaufen, wenn …
- du ein Google-freies Android fertig eingerichtet kaufen möchtest;
- du Volla OS und Ubuntu Touch auf derselben Hardware ausprobieren willst;
- du Sicherheitsmodus, Firewall und lokale Kontrolle aktiv nutzen wirst;
- deine wichtigen Apps nachweislich mit Aurora und gegebenenfalls microG funktionieren;
- du bereit bist, für ein kleineres europäisches Ökosystem mehr zu bezahlen.
Nicht kaufen, wenn …
- Google Wallet, Android Auto, eine bestimmte Banking-App oder Firmenverwaltung garantiert funktionieren müssen;
- du zum Preis von 719 Euro maximale Spieleleistung oder die beste Kamera erwartest;
- du ein kompaktes, vollständig wasserdichtes oder kabellos ladbares Smartphone suchst;
- du microSD, eSIM oder schnelle USB-3-Datenübertragung benötigst;
- du keine Zeit für App-Prüfung, Backups und eine neue Bedienlogik investieren möchtest.
Einrichtung: die ersten 12 Schritte
- Installiere das neueste Volla-OS-Update.
- Aktualisiere System-Apps über F-Droid und weitere Apps über Aurora.
- Entscheide, ob du microG wirklich benötigst, und aktiviere nur erforderliche Funktionen.
- Richte Displaysperre und Fingerabdruck ein.
- Konfiguriere den Sicherheitsmodus und ein separates Kennwort.
- Importiere Firewall-Vorlagen nur aus nachvollziehbaren Quellen.
- Teste Anrufe, SMS, mobile Daten, WLAN, GPS und Bluetooth.
- Aktiviere Banking und TAN, bevor du das bisherige Gerät löschst.
- Teste Push-Nachrichten bei gesperrtem Display.
- Erstelle ein vollständiges Smartphone-Backup.
- Richte Multi-Boot erst ein, wenn Volla OS stabil läuft und genügend Speicher frei ist.
- Bewahre das bisherige Telefon mindestens eine Woche als Rückfallgerät auf.
Fazit: Freiheit ist die eigentliche Ausstattung
Das Volla Phone Quintus ist kein Preis-Leistungs-Sieger im klassischen Smartphone-Vergleich. Für 719 Euro sind Prozessor, USB 2.0, fehlende Speichererweiterung, IP54 und der Verzicht auf kabelloses Laden klare Kompromisse. Auch bei Kamera und problematischen App-Prüfungen sollte niemand mehr versprechen, als belastbar belegt ist.
Seinen Wert entwickelt das Quintus dort, wo normale Datenblätter aufhören: Es kommt ohne Google-Konto aus, bietet ein gepflegtes Volla OS auf Android-15-Basis, lässt microG optional, integriert eigene Firewall-Werkzeuge und ermöglicht Multi-Boot mit Ubuntu Touch. Wer genau diese Kontrolle sucht und die persönliche App-Liste vorher prüft, erhält eines der komplettesten europäischen De-Googled-Pakete. Wer einfach nur ein problemloses Android-Flaggschiff möchte, ist mit einem Mainstream-Gerät besser bedient.
So wurde dieser Check erstellt
Stand: 4. Juli 2026. TechPill hat Produktseite, Volla-OS-Dokumentation, aktuelle Handbücher, Update-Hinweise und UBports-Dokumentation geprüft. Herstellerangaben werden als solche behandelt; nicht selbst gemessene Laufzeit-, Kamera- oder Leistungswerte werden nicht erfunden. Autor: Martin Frost.
Häufige Fragen
Ist das Volla Phone Quintus wirklich ohne Google?
Volla OS wird ohne Google Apps, Google Play-Dienste und Google Cloud ausgeliefert. Ein Volla-Konto ist nicht nötig. Du kannst später freiwillig microG aktivieren oder Google-Apps über Aurora installieren. Dann entstehen wieder Verbindungen zu den jeweiligen Diensten.
Funktionieren Banking-Apps auf dem Volla Phone Quintus?
Manche Banking- und TAN-Apps funktionieren, andere blockieren alternative Android-Systeme oder nicht zertifizierte Geräte. Prüfe beide Apps deiner Bank konkret und führe Anmeldung sowie Freigabe vollständig durch. Eine bloße Installation ist kein Funktionsnachweis.
Hat das Volla Phone Quintus den Google Play Store?
Nein. Volla OS nutzt standardmäßig Aurora Store und F-Droid. Aurora kann viele Apps aus dem Android-Angebot anonym beziehen. microG kann ausgewählte Google-Schnittstellen nachbilden, ersetzt aber nicht jede Play-Dienst-Funktion.
Kann das Quintus Volla OS und Ubuntu Touch gleichzeitig nutzen?
Ja. Über den Multi-Boot Manager kann ein zweites System im internen Speicher installiert werden. Volla verlangt dafür genügend freien Speicher; das Handbuch nennt mindestens 40 GB, wenn 30 GB für das zweite System reserviert werden.
Ist der Akku austauschbar?
Volla dokumentiert für das Quintus keinen vom Nutzer vorgesehenen Akkutausch. Die Glasrückseite darf nicht mit einem abnehmbaren Deckel älterer Volla-Modelle verwechselt werden. Einen Austausch sollte ein autorisierter Reparaturdienst durchführen.
Unterstützt das Volla Phone Quintus eSIM?
Die aktuelle Produktseite und Anleitung nennen zwei Nano-SIM-Karten, aber keine eSIM. Wer eSIM benötigt, sollte das Quintus daher nicht ohne schriftliche Bestätigung des Herstellers einplanen.
Ist das Volla Phone Quintus wasserdicht?
Es besitzt IP54-Schutz gegen Staub und Spritzwasser unter definierten Testbedingungen. Es ist nicht für Untertauchen gedacht. Volla weist darauf hin, dass Flüssigkeitsschäden trotz Klassifizierung möglich sind.
Passende Ratgeber
Quellen
- Volla: Produktseite und technische Daten des Quintus
- Volla: ausführliches Quintus-Handbuch für Volla OS
- Volla: ausführliches Quintus-Handbuch für Ubuntu Touch
- Volla: Volla OS, microG und Sicherheitsmodus
- Volla: Ubuntu Touch und Waydroid
- Volla: Updates, Reparatur, Multi-Boot und App-Installation
- Volla: Volla OS 15 und aktuelle Projektmeldungen
- UBports: Waydroid unter Ubuntu Touch



